Ocrelizumab bei MS: Zusatznutzen bei RMS und PPMS
Hintergrund
Der IQWiG-Bericht A18-06 aus dem Jahr 2018 bewertet den Zusatznutzen des Wirkstoffs Ocrelizumab. Die Bewertung erfolgt gemäß § 35a SGB V im Auftrag des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA).
Im Fokus der Untersuchung stehen erwachsene Personen mit aktiver schubförmiger multipler Sklerose (RMS). Zusätzlich wird die Anwendung bei früher primär progredienter multipler Sklerose (PPMS) analysiert.
Die Bewertung basiert maßgeblich auf den randomisierten, kontrollierten Studien OPERA I, OPERA II und ORATORIO. Dabei wird Ocrelizumab mit den zweckmäßigen Vergleichstherapien Interferon-beta 1a (IFN-β 1a) beziehungsweise Best supportive Care (BSC) verglichen.
💡Praxis-Tipp
Der Bericht hebt hervor, dass der Zusatznutzen von Ocrelizumab bei nicht hochaktiver schubförmiger MS stark vom Alter abhängt. Es wird beschrieben, dass Personen unter 40 Jahren deutlich stärker profitieren als ältere Betroffene. Zudem wird auf ein erhöhtes Risiko für infusionsbedingte Reaktionen und Infektionen unter Ocrelizumab hingewiesen.
Häufig gestellte Fragen
Laut IQWiG-Bewertung besteht bei nicht hochaktiver RMS ein beträchtlicher Zusatznutzen für Personen unter 40 Jahren und ein geringer Zusatznutzen für Ältere. Bei hochaktiver RMS wird generell ein Hinweis auf einen beträchtlichen Zusatznutzen im Vergleich zu Interferon-beta 1a gesehen.
Der Bericht beschreibt eine initiale intravenöse Gabe von jeweils 300 mg in Woche 1 und 2. Ab Woche 24 erfolgt die Erhaltungstherapie mit 600 mg alle 24 Wochen.
Ja, in den bewerteten Studien wurde eine Prämedikation eingesetzt. Es wird die intravenöse Gabe von 100 mg Methylprednisolon oder einem vergleichbaren Kortikosteroid etwa 30 Minuten vor der Infusion beschrieben.
Für die frühe PPMS zeigt die Nutzenbewertung keinen Zusatznutzen im Vergleich zu Best supportive Care. Es wird stattdessen ein Hinweis auf einen geringeren Nutzen aufgrund von vermehrten Nebenwirkungen abgeleitet.
Die Auswertung der Studiendaten zeigt ein erhöhtes Risiko für Reaktionen im Zusammenhang mit der Infusion. Zudem wird ein höherer Schaden durch Infektionen und parasitäre Erkrankungen im Vergleich zur Therapie mit Interferon-beta 1a dokumentiert.
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Quelle: IQWiG A18-06: Ocrelizumab (multiple Sklerose) - Nutzenbewertung gemäß § 35a SGB V (IQWiG, 2018). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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