IQWiG2010Kardiologie

Essenzielle Hypertonie: Erstlinientherapie & Diuretika

Diese Leitlinie stammt aus 2010 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2010)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der IQWiG-Bericht A05-09 aus dem Jahr 2010 untersucht den Nutzen verschiedener antihypertensiver Wirkstoffe als Therapie der ersten Wahl. Im Fokus stehen erwachsene Personen mit essenzieller arterieller Hypertonie ohne bekannte organische Ursache.

Ziel der systematischen Übersichtsarbeit war es zu klären, inwieweit die Wahl des ersten Medikaments patientenrelevante Endpunkte beeinflusst. Dazu wurden 16 randomisierte kontrollierte Studien mit einer Mindestbeobachtungszeit von einem Jahr und großen Kohorten ausgewertet.

Untersucht wurden die fünf Hauptklassen: Diuretika, Beta-Blocker, ACE-Hemmer, Kalziumantagonisten und Angiotensin-II-Antagonisten. Bewertet wurden Endpunkte wie Gesamtmortalität, kardiovaskuläre Ereignisse, terminale Niereninsuffizienz und gesundheitsbezogene Lebensqualität.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Laut IQWiG-Bericht weisen Diuretika in der Erstlinientherapie der unkomplizierten essenziellen Hypertonie das robusteste Nutzenprofil auf. Es wird explizit darauf hingewiesen, dass eine unter Diuretika neu aufgetretene Diabetes-Diagnose im Studienverlauf nicht mit einem erhöhten Risiko für schwerwiegende kardiovaskuläre Endpunkte assoziiert war. Individuelle Komorbiditäten sind bei der initialen Wirkstoffwahl stets zu berücksichtigen.

Häufig gestellte Fragen

Der Bericht sieht Diuretika in der Regel als Therapie der ersten Wahl an. Sie sind bei der Reduktion von Folgekomplikationen keiner anderen Wirkstoffgruppe unterlegen und zeigen in einigen Aspekten einen Zusatznutzen.

Laut Analyse gibt es einen belegten Zusatznutzen von ACE-Hemmern gegenüber Kalziumantagonisten hinsichtlich des Risikos für eine Herzinsuffizienz. Beim Insultrisiko zeigen Kalziumantagonisten jedoch bei bestimmten Personengruppen Vorteile.

Der Bericht zeigt Hinweise, dass Angiotensin-II-Antagonisten bei Vorliegen eines Diabetes einen Zusatznutzen gegenüber Beta-Blockern bezüglich Mortalität und Herzinsuffizienz haben. Zudem scheinen ACE-Hemmer in dieser Gruppe Vorteile beim Herzinfarktrisiko gegenüber Kalziumantagonisten zu bieten.

Die Auswertung zeigt zwar eine erhöhte Diabetesinzidenz unter bestimmten Therapien, leitet daraus aber keinen direkten klinischen Schaden ab. Personen, die unter Diuretika einen Diabetes entwickelten, hatten im Studienverlauf kein erhöhtes Risiko für schwerwiegende Endpunkte.

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Quelle: IQWiG A05-09: Verschiedene antihypertensive Wirkstoffe als Therapie der ersten Wahl bei Patienten mit essenzieller Hypertonie (IQWiG, 2010). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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