Invasive Pilzinfektionen (IPA/IC): Therapie, Prophylaxe

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: ATS (2025)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die Inzidenz invasiver Pilzinfektionen nimmt sowohl bei immunkompetenten als auch bei immunsupprimierten Personen stetig zu. Trotz neuerer Antimykotika bleibt die Mortalität dieser Infektionen hoch.

Die offizielle klinische Leitlinie der American Thoracic Society (ATS) aus dem Jahr 2025 fokussiert sich auf zwei spezifische klinische Fragestellungen. Diese betreffen den Einsatz von erweiterten Antimykotika-Strategien bei pulmonalen und intensivmedizinischen Krankheitsbildern.

Konkret evaluiert das Dokument die Kombinationstherapie bei der invasiven pulmonalen Aspergillose (IPA). Zudem wird der Nutzen einer prophylaktischen oder empirischen Therapie der invasiven Candidiasis (IC) bei kritisch kranken Patienten ohne Neutropenie untersucht.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Ein zentraler Praxis-Hinweis der Leitlinie ist der Verzicht auf eine routinemäßige empirische Candida-Prophylaxe bei nicht-neutropenischen Intensivpatienten, da hierdurch kein Überlebensvorteil belegt ist. Bei der invasiven Aspergillose wird hingegen hervorgehoben, dass eine initiale Kombinationstherapie (Triazol plus Echinocandin) besonders bei kritisch Kranken oder bei Nachweis mittels Galactomannan-Assay vorteilhaft sein kann.

Häufig gestellte Fragen

Die Leitlinie empfiehlt als Initialtherapie entweder eine Monotherapie mit einem schimmelpilzaktiven Triazol oder eine Kombinationstherapie aus Triazol und Echinocandin. Die aktuelle Evidenz lässt keine generelle Bevorzugung einer der beiden Strategien zu.

Laut Leitlinie kann eine Kombinationstherapie besonders bei kritisch kranken Patienten auf der Intensivstation oder bei Verdacht auf eine Triazol-Resistenz angemessen sein. Auch bei einer Diagnosestellung über einen positiven Galactomannan-Test wird dieser Ansatz als potenziell vorteilhaft beschrieben.

Es wird von einer routinemäßigen empirischen oder prophylaktischen Antimykotika-Gabe gegen Candida-Spezies bei kritisch kranken Patienten abgeraten. Dies gilt spezifisch für Patienten ohne Neutropenie und ohne vorherige Organtransplantation.

Die Leitlinie stützt sich auf Metaanalysen, die keinen signifikanten Überlebensvorteil durch eine prophylaktische Therapie zeigen konnten. Zudem wird auf die Risiken wie Resistenzentwicklung und Störungen des Mikrobioms hingewiesen.

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Quelle: Treatment of Invasive Pulmonary Aspergillosis and Preventive and Empirical Therapy for Invasive Candidiasis in Adult Pulmonary and Critical Care (ATS, 2025). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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