Intraabdominelle Infektionen: Diagnostik und Therapie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IDSA (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die IDSA-Leitlinie (2024) aktualisiert die Empfehlungen zur Risikobewertung, Bildgebung und mikrobiologischen Diagnostik bei komplizierten intraabdominellen Infektionen (cIAI). Sie richtet sich an die Versorgung von Erwachsenen, Kindern und Schwangeren.

Eine komplizierte intraabdominelle Infektion ist definiert als eine Infektion, die über das ursprüngliche Hohlorgan hinaus in den Peritonealraum oder einen sterilen Bereich der Bauchhöhle vordringt. Sie geht häufig mit einer Peritonitis oder Abszessbildung einher.

Unkomplizierte Infektionen beschränken sich auf die intramurale Entzündung des Gastrointestinaltrakts. Ohne adäquate Behandlung können diese jedoch in eine komplizierte Form übergehen.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Laut Leitlinie ist die routinemäßige Abnahme von intraabdominellen Abstrichen bei einer unkomplizierten Appendizitis nicht indiziert und kann zu unnötigem Antibiotikaeinsatz führen. Bei komplizierten Verläufen mit operativer Fokuskontrolle wird die Kulturgewinnung hingegen ausdrücklich empfohlen, um die antimikrobielle Therapie gezielt anpassen zu können.

Häufig gestellte Fragen

Die Leitlinie empfiehlt für Erwachsene primär den APACHE-II-Score zur Erfassung der Krankheitsschwere innerhalb der ersten 24 Stunden. Alternativ kann der krankheitsspezifische WSES-Sepsis-Severity-Score herangezogen werden.

Es wird initial ein Ultraschall empfohlen, um eine Strahlenbelastung zu vermeiden. Bei unklarem Befund und anhaltendem klinischen Verdacht wird ein MRT oder CT als Folgeuntersuchung angeraten.

Blutkulturen werden empfohlen, wenn neben Fieber auch Sepsiszeichen wie Hypotonie, Tachypnoe oder ein Delir vorliegen. Auch bei einem erhöhten Risiko für resistente Erreger wird eine Blutkultur angeraten.

Bei nicht-schwangeren Erwachsenen wird ein CT des Abdomens als initiale Bildgebung empfohlen. Falls ein CT kontraindiziert oder nicht verfügbar ist, können Ultraschall oder MRT genutzt werden.

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Quelle: Intra-abdominal Infections (IDSA, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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