Divertikulitis: Diagnostik, Therapie & CDD-Stadien

Diese Leitlinie stammt aus 2021 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: DGVS (2021)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die DGVS-Leitlinie (2021) fasst den aktuellen Wissensstand zur Divertikelkrankheit und Divertikulitis zusammen. Die Prävalenz der Divertikulose in westlichen Industrienationen ist hoch und steigt mit dem Alter an. Auffällig ist jedoch eine zunehmende Hospitalisierungsrate bei jüngeren Patienten.

Pathogenetisch spielen neben einer altersbedingten Bindegewebsschwäche auch neuromuskuläre Veränderungen und genetische Faktoren eine Rolle. Zudem werden Komorbiditäten wie arterielle Hypertonie und Immunsuppression als Risikofaktoren für einen komplizierten Verlauf beschrieben.

Die Leitlinie unterscheidet klar zwischen der asymptomatischen Divertikulose und der symptomatischen Divertikelkrankheit. Letztere umfasst sowohl die akute Divertikulitis als auch die symptomatische unkomplizierte Divertikelkrankheit (SUDD) und Divertikelblutungen.

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💡Praxis-Tipp

Laut Leitlinie birgt die Koloskopie in der akuten Phase einer Divertikulitis ein potenzielles Perforationsrisiko und bringt keinen diagnostischen Mehrwert für die akute Entzündung. Es wird stattdessen empfohlen, die Diagnose primär mittels Sonografie oder CT zu sichern. Eine endoskopische Abklärung sollte erst nach vollständiger Abheilung (in der Regel nach 6 bis 8 Wochen) und strenger Indikationsstellung erfolgen.

Häufig gestellte Fragen

Die Leitlinie empfiehlt primär den Einsatz der Sonografie oder der Computertomografie (CT), um die Diagnose zu sichern und Komplikationen auszuschließen. Eine MRT wird für die Routinediagnostik nicht empfohlen.

Es wird empfohlen, eine Koloskopie nicht in der akuten Entzündungsphase durchzuführen. Nach vollständiger Abheilung (etwa 6 bis 8 Wochen) kann sie zur Differenzialdiagnostik, beispielsweise zum Ausschluss von Malignomen, erwogen werden.

Laut Leitlinie soll die Diagnose immer mit einer Klassifikation versehen werden. Hierfür wird die "Classification of Diverticular Disease" (CDD) empfohlen, welche die Erkrankung in asymptomatische, unkomplizierte, komplizierte und chronische Verläufe sowie Blutungen unterteilt.

Die Leitlinie weist darauf hin, dass die Einnahme von NSAR und Acetylsalicylsäure das Risiko für Divertikelblutungen und Perforationen signifikant erhöht. Dies sollte bei der Anamnese und Therapieplanung berücksichtigt werden.

Bei hämodynamisch instabilen Patienten wird eine Koloskopie innerhalb von 12 Stunden nach Aufnahme empfohlen, sofern obere gastrointestinale Blutungsquellen ausgeschlossen wurden. Bei stabilen Patienten sollte die Untersuchung gemäß Leitlinie innerhalb von 12 bis 24 Stunden stattfinden.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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