Insulinanaloga: Tumorrisiko und Therapieempfehlung

Diese Leitlinie stammt aus 2009 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: BfArM (2009)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hat 2009 eine Sicherheitsinformation zu einem möglichen Tumorrisiko bei der Anwendung von Insulinanaloga veröffentlicht. Im Fokus stehen dabei Vergleiche zwischen Humaninsulin und Analoga wie Insulin-Glargin (Lantus), Insulin-Lispro oder Insulin-Aspart.

Anlass der Untersuchung waren vier epidemiologische Studien aus Deutschland, Großbritannien, Schweden und Schottland. Diese untersuchten die Tumorinzidenz und Mortalität bei Diabetes-Patienten unter verschiedenen Insulintherapien.

Zusätzlich lieferte eine experimentelle In-vitro-Studie des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) Hinweise auf eine biologische Plausibilität. Dabei wurden Effekte von Insulinanaloga an Insulin- und IGF-1-Rezeptoren (Insulin-like Growth Factor-I) von Tumorzellen nachgewiesen.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Laut BfArM erfordert die Verordnung von Insulin-Glargin (Lantus) eine individuelle Nutzen-Schaden-Bewertung. Es wird betont, dass die diskutierten Risikohinweise bezüglich einer erhöhten Tumorinzidenz ausschließlich für Insuline gelten und nicht auf orale Antidiabetika wie Metformin oder Gliptine übertragen werden können.

Häufig gestellte Fragen

Das BfArM erachtet es nach derzeitigem Kenntnisstand nicht für nötig, dass die Behandlung mit Insulin-Glargin (Lantus) beendet wird. Es wird empfohlen, dass bei Unsicherheiten das ärztliche Gespräch gesucht wird.

Nein, die Risikohinweise gelten laut BfArM nicht bei einer ausschließlichen Einnahme von oralen Antidiabetika. Wirkstoffe wie Metformin oder Sulfonylharnstoffe nutzen andere Stoffwechselwege.

Die Studien untersuchten die in Deutschland verfügbaren Insulinanaloga Insulin-Glargin, Insulin-Lispro und Insulin-Aspart im Vergleich zu Humaninsulin. Ein potenziell erhöhtes Risiko wurde in einigen Studien spezifisch für das lang wirkende Insulin-Glargin beschrieben.

Eine experimentelle Studie des DKFZ lieferte Hinweise auf eine mögliche biologische Erklärung. Es wurden spezifische Effekte von Insulinanaloga an Insulin-Rezeptoren und IGF-1-Rezeptoren von Tumorzellen beobachtet.

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Quelle: Insulin und Insulinanaloga: BfArM und EU-Arzneimittelbehörden bewerten Studienergebnisse zum möglichen Tumorrisiko (BfArM, 2009). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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