Influenza A (H1N1): Masken-Indikation und Anwendung
Hintergrund
Die WHO-Leitlinie aus dem Jahr 2009 adressiert die Nutzung von Masken im öffentlichen Raum während Ausbrüchen des Influenza-A-(H1N1)-Virus. Laut Leitlinie erfolgt die Mensch-zu-Mensch-Übertragung primär über Tröpfcheninfektion beim Sprechen, Husten oder Niesen.
Ein erhöhtes Infektionsrisiko besteht bei engem Kontakt von unter einem Meter zu Personen mit grippeähnlichen Symptomen. Während der Nutzen von Masken im klinischen Umfeld belegt ist, weist die Leitlinie darauf hin, dass die Wirksamkeit im öffentlichen Raum, insbesondere im Freien, nicht abschließend geklärt ist.
Dennoch wird der Einsatz von Masken im häuslichen Umfeld, etwa bei der Pflege erkrankter Familienmitglieder, als mögliche Schutzmaßnahme beschrieben. Die Leitlinie warnt jedoch, dass eine inkorrekte Nutzung das Übertragungsrisiko sogar erhöhen kann.
Empfehlungen
Die Leitlinie formuliert folgende Kernempfehlungen zur Infektionsprävention:
Allgemeine Prävention für Gesunde
Es werden folgende allgemeine Schutzmaßnahmen empfohlen:
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Einhaltung eines Abstands von mindestens einem Meter zu Personen mit grippeähnlichen Symptomen
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Vermeidung von Berührungen an Mund und Nase
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Regelmäßige Händehygiene mit Wasser und Seife oder alkoholbasierten Desinfektionsmitteln
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Reduktion der Kontaktzeit mit potenziell Erkrankten sowie Meidung von Menschenansammlungen
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Ausreichende Belüftung von Wohnräumen durch geöffnete Fenster
Maßnahmen für Personen mit Symptomen
Für Personen mit grippeähnlichen Symptomen werden laut Leitlinie folgende Verhaltensweisen angeraten:
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Häusliche Isolation und Befolgung lokaler Gesundheitsrichtlinien
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Einhaltung von Abstand zu gesunden Personen
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Abdeckung von Mund und Nase beim Husten oder Niesen mit Einwegtaschentüchern oder waschbaren Materialien
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Sofortige Entsorgung oder Reinigung der verwendeten Materialien sowie anschließende Händehygiene
Korrekte Maskennutzung
Wenn Masken verwendet werden, ist laut Leitlinie eine korrekte Handhabung essenziell. Es wird empfohlen:
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Die Maske sorgfältig über Mund und Nase zu platzieren und sicher zu befestigen, um Lücken zu minimieren
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Das Berühren der Maske während des Tragens zu vermeiden
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Nach jedem Kontakt mit einer benutzten Maske eine Händehygiene durchzuführen
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Durchfeuchtete Masken umgehend durch neue, trockene zu ersetzen
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Einwegmasken nicht wiederzuverwenden und nach Gebrauch sofort zu entsorgen
Alternative Barrieren
Bei der Nutzung von Stoffmasken oder Schals weist die Leitlinie auf eine unzureichende Datenlage zur Wirksamkeit hin. Falls diese genutzt werden, wird eine gründliche Reinigung mit normalem Haushaltswaschmittel nach jedem Gebrauch empfohlen.
💡Praxis-Tipp
Ein zentraler Warnhinweis der Leitlinie ist, dass die inkorrekte Nutzung von Masken das Risiko einer Virusübertragung sogar erhöhen kann. Es wird daher betont, dass das Tragen einer Maske allgemeine Hygienemaßnahmen wie Abstandhalten und Händewaschen nicht ersetzt. Zudem wird dringend davon abgeraten, Einwegmasken wiederzuverwenden.
Häufig gestellte Fragen
Laut Leitlinie erfolgt die Übertragung hauptsächlich von Mensch zu Mensch über Atemwegströpfchen. Diese werden beim Sprechen, Niesen oder Husten ausgestoßen.
Die Leitlinie empfiehlt, einen Mindestabstand von einem Meter zu Personen mit grippeähnlichen Symptomen einzuhalten. Dies gilt sowohl für gesunde als auch für erkrankte Personen.
Es wird ausdrücklich davor gewarnt, Einwegmasken wiederzuverwenden. Die Leitlinie empfiehlt, diese nach jedem Gebrauch sofort zu entsorgen und anschließend die Hände zu waschen.
Die Leitlinie weist darauf hin, dass es keine ausreichenden Daten zur Wirksamkeit von alternativen Barrieren wie Stoffmasken oder Schals gibt. Falls sie dennoch verwendet werden, wird eine gründliche Wäsche mit Haushaltswaschmittel nach jedem Einsatz empfohlen.
Gemäß den Empfehlungen sollte eine Maske sofort durch eine neue, trockene ersetzt werden, sobald sie feucht oder klamm geworden ist.
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Quelle: Advice on the use of masks in the community setting in Influenza A (H1N1) outbreaks (WHO, 2009). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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