Leishmaniose: Diagnostik, Therapie und Dosierungsschema

Diese Leitlinie stammt aus 2016 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IDSA (2016)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Leishmaniose umfasst verschiedene klinische Syndrome, die durch Protozoen der Gattung Leishmania verursacht werden. Die Übertragung erfolgt typischerweise durch den Stich infizierter Sandmücken in endemischen Gebieten.

Die kutane Leishmaniose (CL) ist die weltweit häufigste Form und heilt oft spontan ab, kann aber Narben hinterlassen. Die viszerale Leishmaniose (VL) betrifft das retikuloendotheliale System und ist unbehandelt potenziell lebensbedrohlich, während die mukosale Leishmaniose (ML) zu destruktiven Läsionen im Nasen-Rachen-Raum führen kann.

Eine besondere Risikogruppe stellen immunsupprimierte Personen dar, insbesondere bei einer HIV-Koinfektion oder nach Organtransplantationen. Die vorliegende IDSA-Leitlinie fokussiert sich auf die evidenzbasierte Diagnostik und das klinische Management dieser Erkrankungen.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Die Leitlinie warnt davor, sich bei der Diagnostik der kutanen Leishmaniose auf serologische Tests zu verlassen, da diese weder sensitiv noch spezifisch sind. Stattdessen wird die Nutzung von DNA-basierten Assays (PCR) aus Gewebeproben als sensitivste Methode hervorgehoben. Zudem wird betont, dass eine scheinbar abheilende kutane Läsion bei bestimmten Erregern (z.B. L. braziliensis) später zu einer destruktiven mukosalen Leishmaniose führen kann.

Häufig gestellte Fragen

Die Leitlinie empfiehlt die Entnahme von Gewebeproben aus einer gereinigten, aktiven Läsion. Vollhautbiopsien vom indurierten Rand oder Gewebeaspirate eignen sich besonders für PCR-Analysen und Kulturen.

Eine systemische Therapie wird laut Leitlinie bei komplexen Läsionen oder bei Erregern mit hohem Risiko für eine mukosale Beteiligung (z.B. Viannia-Subgenus) empfohlen. Bei einfachen Läsionen der Altwelt-Leishmaniose reicht oft eine lokale Therapie aus.

Für immunkompetente Personen in Nordamerika empfiehlt die Leitlinie liposomales Amphotericin B (L-AmB) als Erstlinientherapie. Als orale Alternative kann bei bestimmten Erregern Miltefosin eingesetzt werden.

Die Leitlinie empfiehlt, den Therapieerfolg primär anhand klinischer Parameter zu beurteilen. Eine routinemäßige parasitologische Kontrolluntersuchung wird bei zeitgerechtem klinischem Ansprechen nicht empfohlen.

Bei einer Koinfektion wird eine höhere Gesamtdosis von liposomalem Amphotericin B empfohlen. Zudem rät die Leitlinie zu einer sekundären Prophylaxe, da das Rückfallrisiko deutlich erhöht ist.

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Quelle: IDSA/ASTMH: Leishmaniasis (IDSA, 2016). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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