Hydrochlorothiazid (HCT): Hautkrebsrisiko und Screening
Hintergrund
Die Drug Safety Mail der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) aus dem Jahr 2018 fasst einen Rote-Hand-Brief zu Hydrochlorothiazid (HCT) zusammen. HCT ist ein häufig eingesetztes Diuretikum zur Behandlung von Bluthochdruck, chronischer Herzinsuffizienz sowie kardialen, hepatischen und nephrogenen Ödemen.
Pharmakoepidemiologische Studien haben gezeigt, dass die Einnahme von HCT mit einem erhöhten Risiko für nichtmelanozytären Hautkrebs (non-melanoma skin cancer, NMSC) einhergeht. Das Risiko steigt mit der kumulativen Dosis des Medikaments.
Zu den beobachteten Hautkrebserkrankungen zählen das Basalzellkarzinom (Basaliom) und das Plattenepithelkarzinom der Haut (Spinaliom). Als zugrundeliegender Mechanismus wird die photosensibilisierende Wirkung von Hydrochlorothiazid vermutet.
💡Praxis-Tipp
Ein zentraler Aspekt der Sicherheitswarnung ist die Dosisabhängigkeit des Hautkrebsrisikos. Es wird darauf hingewiesen, dass das Risiko für Basal- und Plattenepithelkarzinome mit steigenden kumulativen Dosen von Hydrochlorothiazid zunimmt. Daher wird eine konsequente Aufklärung über UV-Schutz besonders bei langjährigen HCT-Therapien als essenziell erachtet.
Häufig gestellte Fragen
Laut Rote-Hand-Brief wird als Mechanismus die photosensibilisierende Wirkung von Hydrochlorothiazid (HCT) vermutet. Diese macht die Haut empfindlicher gegenüber UV-Strahlung und begünstigt so maligne Veränderungen.
Die Warnung bezieht sich auf den nichtmelanozytären Hautkrebs (NMSC). Dazu zählen insbesondere das Basalzellkarzinom (Basaliom) und das Plattenepithelkarzinom der Haut (Spinaliom).
Es wird empfohlen, dass Patienten ihre Haut regelmäßig auf Veränderungen untersuchen und Sonnenlicht sowie UV-Strahlung meiden. Bei Sonnenexposition sollte ein angemessener UV-Schutz verwendet werden.
Die Sicherheitswarnung rät zu einer sorgfältigen Abwägung des Einsatzes von HCT bei Personen, die bereits an nichtmelanozytärem Hautkrebs erkrankt waren. Ein generelles Verbot wird nicht ausgesprochen, jedoch ist besondere Vorsicht geboten.
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Quelle: AkdÄ: Rote-Hand-Brief zu Hydrochlorothiazid: Risiko von (AkdÄ, 2018). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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