Händigkeit: Diagnostik und Arbeitsplatzgestaltung

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AWMF|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die AWMF-Leitlinie definiert Händigkeit als biologisch determinierte Bevorzugung einer Hand bei motorischen Handlungen. Sie ist Ausdruck der motorischen Dominanz im Gehirn und somit angeboren.

Der Anteil linkshändiger Personen in der Bevölkerung wird auf 10 bis über 20 Prozent geschätzt. Eine genaue Bestimmung ist schwierig, da durch Nachahmung oder Umschulung eine hohe Dunkelziffer an unerkannten Linkshändigen vermutet wird.

Laut Leitlinie führt eine Umschulung der Händigkeit zu einer Fehlbeanspruchung des Gehirns. Dies kann Primärfolgen wie Konzentrationsstörungen sowie Sekundärfolgen wie Minderwertigkeitskomplexe nach sich ziehen.

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💡Praxis-Tipp

Die Leitlinie warnt eindringlich vor der Umschulung der angeborenen Händigkeit, da dies zu einer erheblichen Fehlbeanspruchung der Gehirnhemisphären führt. Es wird darauf hingewiesen, dass auch bei einer erfolgreichen Rehabilitation nach dem Ausfall einer Hand die ursprünglich zuständige Hirnhälfte aktiv bleibt. Daher ist bei betroffenen Personen stets mit einem erhöhten physiologischen und neurologischen Aufwand bei feinmotorischen Tätigkeiten zu rechnen.

Häufig gestellte Fragen

Die Leitlinie stellt fest, dass die bisherigen Studien zum Unfallrisiko von Linkshändigen nicht konsistent sind. Es wird jedoch ein erhöhtes Risiko bei bestimmten Konstellationen angenommen, insbesondere wenn Linkshändige an rechtsdominanten Arbeitsplätzen arbeiten.

Zur orientierenden Erkennung wird das Screening-Verfahren nach Oldfield oder die differenzierte S-MH-Methodik nach Sattler genannt. Für die Erfassung der Leistungsfähigkeit verweist die Leitlinie auf standardisierte Handleistungstests wie den Hand-Dominanz-Test (H-D-T) oder den O'CONNOR-Test.

Laut Leitlinie kann eine Umschulung zu Primärfolgen wie Gedächtnisstörungen, Lese-Rechtschreib-Schwächen und feinmotorischen Störungen führen. Als Sekundärfolgen werden Unsicherheit, Minderwertigkeitskomplexe und ein starkes Kompensationsstreben beschrieben.

Es gibt laut Leitlinie Hinweise darauf, dass Linkshändige ein deutlich erhöhtes Risiko für ein Karpaltunnelsyndrom an der dominanten Hand haben, wenn sie an Arbeitsplätzen für Rechtshändige tätig sind. Es wird daher eine ausgeglichene Belastung der Hände und eine ergonomische Arbeitsplatzgestaltung empfohlen.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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