AWMFS3Onkologie

GI-Tumoren: Perioperatives Management und Analgesie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AWMF|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die AWMF S3-Leitlinie "Perioperatives Management bei gastrointestinalen Tumoren (POMGAT)" befasst sich mit der Optimierung der prä-, intra- und postoperativen Abläufe bei viszeralonkologischen Eingriffen.

Traditionelle perioperative Konzepte mit langen Nüchternheitsphasen, routinemäßigen Drainagen und verlängerter Bettruhe gelten zunehmend als überholt. Stattdessen rückt das multimodale perioperative Management (mPOM), historisch auch als Fast-Track-Chirurgie bekannt, in den Fokus der modernen Patientenversorgung.

Ziel dieser evidenzbasierten Empfehlungen ist es, die perioperative Morbidität und Mortalität zu senken, die Krankenhausverweildauer zu verkürzen und die postoperative Erholung zu beschleunigen. Darüber hinaus gibt es Hinweise darauf, dass eine hohe Adhärenz an mPOM-Protokolle das langfristige onkologische Überleben positiv beeinflussen kann.

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💡Praxis-Tipp

Ein zentraler Paradigmenwechsel der Leitlinie ist der konsequente Verzicht auf traditionelle, aber ineffektive Routinemaßnahmen. Es wird dringend empfohlen, auf prophylaktische intraabdominelle Drainagen bei elektiven kolorektalen Eingriffen sowie auf das routinemäßige Belassen von Magensonden nach der Extubation zu verzichten. Stattdessen liegt der Fokus auf einer raschen postoperativen Mobilisation und einem frühzeitigen Kostaufbau.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie sollte vor kolorektalen Operationen eine kombinierte mechanische und oral-antibiotische Darmvorbereitung erfolgen. Eine rein mechanische Spülung wird ausdrücklich nicht empfohlen.

Es wird empfohlen, eine intraoperativ eingelegte Magensonde bei elektiven kolorektalen Eingriffen, Leberresektionen und Gastrektomien noch vor der Narkoseausleitung zu entfernen. Ein routinemäßiges Belassen auf der Station ist obsolet.

Die Leitlinie rät von einer routinemäßigen intraabdominellen Drainage bei elektiven kolorektalen Resektionen ab. Auch von transanalen Drainagen bei tiefen Rektumresektionen wird aufgrund fehlender Vorteile und möglicher Komplikationen abgeraten.

Bei offenen onkologischen Eingriffen wird eine kontinuierliche Epiduralanalgesie (EA) empfohlen. Sie ist peripheren Regionalanalgesieverfahren in der Schmerzreduktion überlegen.

Zur Prophylaxe werden Kaugummikauen, eine frühzeitige Mobilisation und der Einsatz von Laxantien empfohlen. Medikamente wie Metoclopramid oder Erythromycin sollen laut Leitlinie nicht verwendet werden.

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Quelle: AWMF 088-010: Perioperatives Management bei gastrointestinalen Tumoren (POMGAT) (AWMF). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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