Gastrointestinale Tumoren: POMGAT-Leitlinien-Empfehlung

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AWMF|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die AWMF S3-Leitlinie POMGAT (Perioperatives Management bei gastrointestinalen Tumoren) adressiert die interdisziplinäre Betreuung von erwachsenen Personen vor, während und nach elektiven viszeralonkologischen Eingriffen. Ziel ist die Reduktion von Morbidität und Mortalität durch standardisierte Behandlungspfade.

Ein zentraler Baustein ist das multimodale perioperative Managementkonzept (mPOM, ehemals Fast-Track-Chirurgie). Es wird betont, dass eine hohe Adhärenz an diese Protokolle das postoperative und potenziell auch das langfristige onkologische Outcome verbessert.

Die Leitlinie löst traditionelle, oft nicht evidenzbasierte Dogmen ab. Dazu gehören der Verzicht auf routinemäßige Drainagen und Magensonden sowie die Förderung einer frühzeitigen oralen Nahrungsaufnahme und Mobilisation.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Laut Leitlinie wird von der routinemäßigen Einlage prophylaktischer Drainagen und dem postoperativen Belassen von Magensonden bei den meisten viszeralonkologischen Eingriffen abgeraten. Es wird betont, dass diese Maßnahmen die Morbidität nicht senken, sondern die Frühmobilisation behindern und das Komplikationsrisiko erhöhen können. Eine Ausnahme bilden komplexe Leberresektionen oder Pankreaseingriffe mit weichem Drüsengewebe.

Häufig gestellte Fragen

Die Leitlinie rät von einer rein mechanischen Darmvorbereitung ab. Es wird stattdessen eine Kombination aus mechanischer und oral-antibiotischer Vorbereitung empfohlen, um das Risiko von Wundinfektionen und Anastomoseninsuffizienzen zu senken.

Es wird eine intravenöse Einmalgabe (Single-Shot) 60 Minuten vor der Inzision empfohlen. Eine postoperative Fortführung senkt die Infektionsrate laut Leitlinie nicht und soll unterbleiben.

Die Leitlinie empfiehlt, den transurethralen Dauerkatheter innerhalb der ersten 24 Stunden postoperativ zu entfernen. Bei Risikofaktoren für einen Harnverhalt kann eine Ableitung bis zum dritten postoperativen Tag erfolgen.

Ja, es wird empfohlen, dass Personen nach kolorektalen Resektionen in den ersten fünf Tagen drei- bis viermal täglich Kaugummi kauen. Dies imitiert die Nahrungsaufnahme und reduziert nachweislich die Inzidenz eines postoperativen Ileus.

Es wird empfohlen, die Einnahme von ACE-Hemmern und Sartanen nur am Morgen der Operation (bzw. in den 24 Stunden davor) zu pausieren. Dies dient der Vermeidung intraoperativer Blutdruckabfälle.

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Quelle: Perioperatives Management bei gastrointestinalen Tumoren (POMGAT) (AWMF). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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