G-BA2020

Zystische Fibrose: G-BA Bewertung Tezacaftor/Ivacaftor

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KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: G-BA (2020)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Das vorliegende Dokument fasst den Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) zur Nutzenbewertung von Tezacaftor/Ivacaftor (Symkevi) zusammen. Es handelt sich um eine Neubewertung nach Überschreitung der 50-Millionen-Euro-Umsatzgrenze für Arzneimittel zur Behandlung seltener Leiden (Orphan Drugs).

Die zystische Fibrose (Mukoviszidose) ist eine seltene Stoffwechselerkrankung, die durch Mutationen im CFTR-Gen (Cystic Fibrosis Transmembrane Conductance Regulator) verursacht wird. Sogenannte CFTR-Modulatoren setzen direkt an dem defekten Protein an, um dessen Funktion zu verbessern.

Der Beschluss aus dem Jahr 2020 regelt den Einsatz der Kombinationstherapie bei einer spezifischen Patientengruppe. Die Bewertung basiert auf den gesetzlichen Vorgaben des § 35a SGB V.

Empfehlungen

Anwendungsgebiet

Laut G-BA-Beschluss wird Tezacaftor/Ivacaftor als Kombinationsbehandlung zur Therapie der zystischen Fibrose (CF) eingesetzt. Die Anwendung ist für Patienten ab 12 Jahren vorgesehen.

Genetische Voraussetzungen

Das Dokument definiert präzise genetische Kriterien für den Einsatz der Therapie. Die Behandlung richtet sich an Patienten, die eine der folgenden Voraussetzungen erfüllen:

  • Homozygotie für die F508del-Mutation

  • Heterozygotie für die F508del-Mutation in Kombination mit einer spezifischen Zweitmutation

Spezifische Zweitmutationen

Bei heterozygoten Patienten muss laut Bewertung zwingend eine der folgenden Mutationen im CFTR-Gen vorliegen, um für die Therapie in Frage zu kommen:

  • P67L, R117C, L206W, R352Q, A455E, D579G

  • 711+3A→G, S945L, S977F, R1070W, D1152H

  • 2789+5G→A, 3272-26A→G und 3849+10kbC→T

Dosierung

Der G-BA-Beschluss nennt folgende Spezifikation zur Kombinationstherapie:

MedikamentDarreichungsform / DosisIndikation
Tezacaftor/Ivacaftor (Symkevi)KombinationsbehandlungZystische Fibrose (ab 12 J., spez. Mutationen)
Ivacaftor150 mg TablettenAls Kombinationspartner zu Tezacaftor/Ivacaftor
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💡Praxis-Tipp

Es wird darauf hingewiesen, dass der Einsatz von Tezacaftor/Ivacaftor eine exakte genetische Diagnostik voraussetzt. Laut G-BA-Dokument ist bei heterozygoten Patienten das Vorliegen einer der exakt definierten Zweitmutationen im CFTR-Gen zwingend erforderlich, um die Kriterien für diese spezifische Therapie zu erfüllen.

Häufig gestellte Fragen

Laut G-BA-Beschluss wird die Kombinationstherapie aus Tezacaftor und Ivacaftor bei Patienten ab 12 Jahren angewendet.

Das Dokument gibt an, dass Patienten entweder homozygot für die F508del-Mutation sein müssen. Alternativ ist eine Heterozygotie für F508del in Kombination mit einer von 14 spezifisch gelisteten Zweitmutationen (z.B. R117C oder P67L) erforderlich.

Die Neubewertung erfolgte gemäß § 35a SGB V, da das Arzneimittel die gesetzliche Umsatzgrenze von 50 Millionen Euro für Orphan Drugs überschritten hat. Dies macht eine reguläre Nutzenbewertung erforderlich.

Die Therapie erfolgt laut G-BA-Dokument als Kombinationsbehandlung mit Ivacaftor in Form von 150 mg Tabletten.

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Quelle: G-BA Nutzenbewertung: Tezacaftor/Ivacaftor (Überschreitung 50 Mio. € Grenze: Zystische Fibrose, Kombinationsbehandlung mit Ivacaftor bei Patienten ab 12 Jahren (heterozygot bzgl. F508del)) (G-BA, 2020). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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