G-BA2019

Ivacaftor bei Zystischer Fibrose (12-24 Monate): G-BA

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KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: G-BA (2019)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die zystische Fibrose (Mukoviszidose) ist eine seltene, genetisch bedingte Stoffwechselerkrankung. Sie wird durch Mutationen im CFTR-Gen verursacht, die zu einem gestörten Salz- und Wassertransport in den Zellen führen.

Ivacaftor (Kalydeco®) ist ein sogenannter CFTR-Potentiator. Der Wirkstoff zielt darauf ab, die Funktion des defekten Ionenkanals bei Vorliegen bestimmter Mutationen zu verbessern.

Dieser Artikel basiert auf der Nutzenbewertung des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) aus dem Jahr 2020. Das Verfahren bewertet die Erweiterung des Anwendungsgebiets auf eine jüngere Altersgruppe von Kleinkindern.

Empfehlungen

Der Beschluss regelt den Einsatz von Ivacaftor bei einer spezifischen, sehr jungen Patientengruppe. Es handelt sich um ein Arzneimittel zur Behandlung eines seltenen Leidens (Orphan Drug).

Zugelassenes Anwendungsgebiet

Laut G-BA-Beschluss wird Ivacaftor (Kalydeco®) für die Behandlung von Kleinkindern im Alter von 12 bis unter 24 Monaten bewertet. Die Indikation bezieht sich ausschließlich auf Kinder mit zystischer Fibrose (Mukoviszidose).

Vorausgesetzte Mutationen

Eine zwingende Voraussetzung für die Anwendung ist der genetische Nachweis einer spezifischen Gating-Mutation (Klasse III) im CFTR-Gen. Gemäß den zugrundeliegenden Dokumenten muss eine der folgenden Mutationen vorliegen:

  • G551D

  • G1244E

  • G1349D

  • G178R

  • G551S

  • S1251N

  • S1255P

  • S549N

  • S549R

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💡Praxis-Tipp

Vor der Verordnung von Ivacaftor bei Kleinkindern wird eine präzise genetische Diagnostik vorausgesetzt. Der Beschluss gilt ausschließlich für die exakt definierten Klasse-III-Gating-Mutationen, weshalb der molekulargenetische Befund zwingend vorliegen muss.

Häufig gestellte Fragen

Die Nutzenbewertung bezieht sich auf die Erweiterung des Anwendungsgebiets für Kleinkinder. Konkret umfasst dies die Altersgruppe von 12 bis unter 24 Monaten.

Das Medikament wird zur Behandlung der zystischen Fibrose, auch bekannt als Mukoviszidose, eingesetzt. Es handelt sich hierbei um eine seltene Stoffwechselkrankheit.

Es muss eine von neun spezifischen Gating-Mutationen (Klasse III) im CFTR-Gen nachgewiesen sein. Dazu gehören unter anderem die Mutationen G551D, G1244E und S549N.

Ja, der G-BA stuft Ivacaftor in diesem Verfahren als Arzneimittel zur Behandlung eines seltenen Leidens (Orphan Drug) ein. Das Verfahren berücksichtigt zudem die Überschreitung der 50-Millionen-Euro-Umsatzgrenze.

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Quelle: G-BA Nutzenbewertung: Ivacaftor (neues Anwendungsgebiet: Zystische Fibrose, Patienten von 12 < 24 Monate) (G-BA, 2019). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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