G-BA2019

Zystische Fibrose bei Kindern (Ivacaftor): G-BA Beschluss

Diese Leitlinie stammt aus 2019 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: G-BA (2019)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die zystische Fibrose (Mukoviszidose) ist eine seltene, genetisch bedingte Stoffwechselerkrankung. Sie wird durch Mutationen im CFTR-Gen verursacht, was zu einem gestörten Salz- und Wassertransport in den Zellen führt. Diese Zusammenfassung basiert auf den administrativen Eckdaten des G-BA-Beschlusses.

Bei sogenannten Gating-Mutationen (Klasse III) gelangt das CFTR-Protein zwar an die Zelloberfläche, der Ionenkanal öffnet sich jedoch nicht richtig. Sogenannte CFTR-Potentiatoren wie Ivacaftor setzen an diesem Mechanismus an und verbessern die Öffnungswahrscheinlichkeit des Kanals.

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat ein Nutzenbewertungsverfahren für den Wirkstoff Ivacaftor (Kalydeco®) durchgeführt. Da der Umsatz des Orphan Drugs die gesetzliche Grenze von 50 Millionen Euro überschritten hat, wurde eine reguläre Nutzenbewertung nach § 35a SGB V erforderlich.

Empfehlungen

Der Beschluss des G-BA definiert das genaue Anwendungsgebiet für die Therapie mit dem CFTR-Potentiator.

Zugelassenes Anwendungsgebiet

Laut G-BA ist der Wirkstoff Ivacaftor (Kalydeco®) für folgende Patientengruppe indiziert:

  • Kinder im Alter von 2 bis 5 Jahren

  • Vorliegen einer gesicherten zystischen Fibrose (Mukoviszidose)

  • Nachweis einer spezifischen Gating-Mutation (Klasse III) im CFTR-Gen

Spezifische Mutationen

Die Therapie wird gemäß den G-BA-Unterlagen bei Vorliegen einer der folgenden spezifischen Mutationen angewendet:

  • G551D

  • G1244E

  • G1349D

  • G178R

  • G551S

  • S1251N

  • S1255P

  • S549N oder S549R

Status der Bewertung

Es wird festgehalten, dass es sich bei Ivacaftor um ein Arzneimittel zur Behandlung eines seltenen Leidens (Orphan Drug) handelt. Das Verfahren wurde aufgrund der Überschreitung der 50-Millionen-Euro-Umsatzgrenze eingeleitet und im Februar 2020 abgeschlossen.

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💡Praxis-Tipp

Bei der Indikationsstellung für Ivacaftor bei Kleinkindern mit zystischer Fibrose wird darauf hingewiesen, dass zwingend eine genaue genotypische Charakterisierung vorliegen muss. Die Therapie ist laut G-BA ausschließlich auf die exakt definierten Gating-Mutationen der Klasse III beschränkt.

Häufig gestellte Fragen

Gemäß dem G-BA-Beschluss ist Ivacaftor (Kalydeco®) in diesem spezifischen Verfahren für Kinder im Alter von 2 bis 5 Jahren indiziert.

Die Therapie ist laut G-BA auf spezifische Gating-Mutationen (Klasse III) beschränkt. Dazu gehören unter anderem die Mutationen G551D, G1244E, G1349D, G178R und weitere definierte Varianten.

Der G-BA führt an, dass das Medikament die gesetzliche Umsatzgrenze von 50 Millionen Euro überschritten hat. Dies macht nach § 35a SGB V eine reguläre Nutzenbewertung auch für Orphan Drugs erforderlich.

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Quelle: G-BA Nutzenbewertung: Ivacaftor (Überschreitung 50 Mio. € Grenze: Zystische Fibrose, Patienten von 2–5 Jahren) (G-BA, 2019). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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