Kinderformularium / DGKJExpertenkonsens2026PädiatrieAllgemeinmedizinSchleifendiuretika

Furosemid bei Kindern: Dosierung, i.v. und Indikationen

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Kinderformularium / DGKJ (2026)|Arzneimittel-Fachinformation|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Furosemid ist ein stark wirksames Schleifendiuretikum, das in der Pädiatrie häufig zur Ausschwemmung von Flüssigkeit eingesetzt wird. Zu den Hauptindikationen zählen Ödeme bei Herzinsuffizienz oder nephrotischem Syndrom, akute Lungenödeme sowie Oligurie.

Die vorliegende Zusammenfassung basiert auf der Kurzmonographie des Kinderformulariums.de. Sie bietet eine Übersicht zur alters- und gewichtsadaptierten Dosierung sowie zu spezifischen pädiatrischen Warnhinweisen.

Empfehlungen

Die Monographie des Kinderformulariums formuliert folgende Kernaspekte für den Einsatz von Furosemid in der Pädiatrie:

Indikationen und Anwendung

Laut Kinderformularium wird Furosemid primär bei Ödemen infolge von Herzinsuffizienz oder nephrotischem Syndrom eingesetzt. Weitere Indikationen umfassen das akute Lungenödem sowie die Oligurie.

Für die intravenöse Applikation wird eine langsame Gabe empfohlen. Die maximale Infusionsgeschwindigkeit sollte 0,5 mg/kg/min nicht überschreiten, da bei zu schneller Injektion das Risiko einer Ototoxizität besteht.

Monitoring und Nachsorge

Es wird eine regelmäßige Kontrolle der Elektrolyte und der Nierenfunktion empfohlen. Da Furosemid zu relevanten Elektrolytverlusten führt, ist laut Quelle häufig eine Kalium-Supplementierung erforderlich.

Bei Frühgeborenen wird zudem eine Überwachung der Calcium-Ausscheidung im Urin angeraten. In dieser Patientengruppe besteht ein erhöhtes Risiko für die Entwicklung einer Nephrokalzinose.

Dosierung

Das Kinderformularium gibt folgende alters- und gewichtsadaptierte Dosierungen für Furosemid an:

Standarddosierung (Kinder)

ApplikationswegEinzeldosisIntervallTageshöchstdosis
Oral0,5–2 mg/kgalle 6–12 Stunden6 mg/kg/Tag
Intravenös (Bolus)0,5–1 mg/kgalle 6–12 Stunden6 mg/kg/Tag
Intravenös (Perfusor)0,1–0,4 mg/kg/Stundekontinuierlich6 mg/kg/Tag

Dosierung bei Neugeborenen

Bei Frühgeborenen ist eine verlängerte Halbwertszeit zu beachten.

ApplikationswegEinzeldosisIntervall
Oral1–2 mg/kgalle 12–24 Stunden
Intravenös0,5–1 mg/kgalle 12–24 Stunden

Gewichtsbezogene Beispiele (Oral)

Beispielhafte Berechnung für eine Dosierung von 1 mg/kg zweimal täglich:

KörpergewichtEinzeldosis (2x täglich)
5 kg5 mg
10 kg10 mg
20 kg20 mg
30 kg30 mg

Verfügbare Darreichungsformen umfassen Tabletten (40 mg), orale Lösungen (1, 2 oder 10 mg/ml) sowie i.v.-Lösungen (10 mg/ml).

Kontraindikationen

Laut Kinderformularium bestehen folgende Kontraindikationen für die Gabe von Furosemid:

  • Anurie

  • Schwere Hypokaliämie

  • Schwere Hyponatriämie

  • Hypovolämie

Zudem werden folgende Nebenwirkungen aufgeführt: Hypokaliämie, Hyponatriämie, Dehydratation, Ototoxizität (insbesondere bei schneller i.v.-Gabe), Hyperglykämie und Hyperurikämie.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Bei der intravenösen Gabe von Furosemid wird ausdrücklich vor einer zu schnellen Injektion gewarnt, da dies das Risiko einer Ototoxizität signifikant erhöht. Die Quelle empfiehlt eine maximale Infusionsgeschwindigkeit von 0,5 mg/kg/min. Zudem wird bei Frühgeborenen aufgrund des Nephrokalzinose-Risikos eine regelmäßige Kontrolle des Calciums im Urin angeraten.

Häufig gestellte Fragen

Laut Kinderformularium liegt die maximale Tagesdosis für Furosemid bei Kindern bei 6 mg/kg Körpergewicht. Dies gilt sowohl für die orale als auch für die intravenöse Applikation.

Die intravenöse Gabe muss laut Quelle sehr langsam erfolgen, um ototoxische Nebenwirkungen zu vermeiden. Es wird eine maximale Geschwindigkeit von 0,5 mg/kg pro Minute empfohlen.

Bei Frühgeborenen ist eine verlängerte Halbwertszeit zu beachten, weshalb die Dosierungsintervalle auf 12 bis 24 Stunden gestreckt werden. Zudem wird eine Kontrolle des Calciums im Urin empfohlen, da ein erhöhtes Risiko für eine Nephrokalzinose besteht.

Es wird eine regelmäßige Kontrolle der Elektrolyte, insbesondere von Kalium und Natrium, empfohlen. Da Furosemid häufig zu einer Hypokaliämie führt, ist laut Kinderformularium oft eine Kalium-Supplementierung erforderlich.

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Quelle: Kinderformularium: Furosemid - Pädiatrische Dosierung (Kinderformularium / DGKJ, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt. Vor jeder Anwendung oder Verschreibung muss die aktuelle Fachinformation konsultiert werden.

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