Fumarsäure: Akutes Nierenversagen (ANV) und Risiken

Diese Leitlinie stammt aus 2014 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AkdÄ (2014)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) warnt in einer Bekanntgabe aus dem Jahr 2014 vor dem Risiko eines akuten Nierenversagens unter der Therapie mit Fumarsäure. Diese Zusammenfassung basiert auf der entsprechenden Arzneimittel-Sicherheitswarnung.

Fumarsäure-Präparate werden zur Behandlung von mittelschwerer bis schwerer Psoriasis vulgaris (Fumaderm®) sowie schubförmig-remittierender Multipler Sklerose (Tecfidera®) eingesetzt. Der Hauptwirkstoff ist Dimethylfumarat, dessen immunsuppressive Wirkung vermutlich durch eine verminderte Immunzellaktivierung vermittelt wird.

Auslöser der Warnung waren spontan gemeldete Einzelfallberichte sowie präklinische Daten, die auf eine mögliche nephrotoxische Wirkung hindeuten. In der UAW-Datenbank wurden mehrere Fälle von Nierenfunktionsstörungen bis hin zum akuten Nierenversagen erfasst.

Vollständige Empfehlungen in der Originalleitlinie lesen
ClariMed durchsucht 14.000+ weitere Leitlinien
Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Ein wichtiges Warnsignal für ein drohendes Nierenversagen unter Dimethylfumarat ist das Auftreten von gastrointestinalen Beschwerden (Übelkeit, Obstipation) in Kombination mit Fieber und Polyurie in den ersten Behandlungswochen. Bei diesen unspezifischen Symptomen ist eine zeitnahe Kontrolle der Retentionsparameter und des Urinstatus ratsam.

Häufig gestellte Fragen

Laut AkdÄ kommt es bei einer Nierenschädigung zu einem Anstieg des Serumkreatinins. Zudem lassen sich häufig eine Proteinurie oder Albuminurie sowie im Urinsediment Erythrozyten nachweisen.

Die Fachinformation empfiehlt Kontrollen vor Behandlungsbeginn sowie nach drei und sechs Monaten. Anschließend wird eine Überprüfung alle sechs bis zwölf Monate oder bei klinischer Indikation angeraten.

In den von der AkdÄ beschriebenen Fallberichten besserte sich die Nierenfunktion nach dem Absetzen des Präparates. Eine zusätzliche Flüssigkeitssubstitution unterstützte die Erholung der Nierenwerte.

Neben der Nierenfunktion wird eine regelmäßige Kontrolle des Blutbildes empfohlen. Auch die Leberwerte sollten laut Fachinformation kontinuierlich überwacht werden.

War diese Zusammenfassung hilfreich?

Quelle: AkdÄ Bekanntgabe: Akutes Nierenversagen unter der Behandlung mit Fumarsäure bei Multipler Sklerose (AkdÄ, 2014). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

Verwandte Leitlinien

Über Google hier gelandet?

ClariMed durchsucht alle medizinischen Leitlinien

AWMF, NVL, NICE, WHO, ESC, KDIGO - Quellenzitiert, kostenlos. Speichern Sie Ihren Verlauf auf allen Geräten mit einem kostenlosen Konto.

Kostenloses Konto erstellen
Keine Kreditkarte. DSGVO-konform. In Deutschland gehostet.