Fumaderm: Nokardiose-Risiko und Blutbildkontrollen

Diese Leitlinie stammt aus 2013 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AkdÄ (2013)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) warnt in einer Bekanntgabe aus dem Jahr 2013 vor schweren Lymphopenien durch die Einnahme von Fumaderm® (Dimethylfumarat). Diese medikamentös induzierte Immunsuppression kann zu lebensbedrohlichen opportunistischen Infektionen führen.

Fumaderm® wird zur systemischen Behandlung der mittelschweren bis schweren Psoriasis vulgaris eingesetzt. Der Wirkstoff Dimethylfumarat ist zudem in einer anderen Dosierung für die Therapie der schubförmigen multiplen Sklerose zugelassen.

Als Auslöser der Warnung diente ein Fallbericht über eine systemische Nokardiose bei einem Psoriasis-Patienten. Nokardien sind ubiquitär vorkommende Bakterien, die bei gestörter zellulärer Immunität schwere pulmonale und extrapulmonale Abszesse, insbesondere im Gehirn, verursachen können. Neben Nokardiosen wurden unter Fumarat-Therapie auch Fälle von Kaposi-Sarkomen und progressiver multifokaler Leukenzephalopathie (PML) beobachtet.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Bei Personen unter Fumaderm®, die sich mit rezidivierenden oder subakuten Pneumonien vorstellen, wird empfohlen, differenzialdiagnostisch an opportunistische Erreger wie Nokardien zu denken. Die AkdÄ betont, dass in solchen Fällen umgehend ein Differenzialblutbild zur Überprüfung der Lymphozytenzahl veranlasst und das Präparat bei schwerer Lymphopenie sofort abgesetzt werden sollte.

Häufig gestellte Fragen

Die AkdÄ empfiehlt eine Kontrolle der Leukozytenzahl und des Differenzialblutbildes in den ersten drei Monaten alle 14 Tage. Danach sollte die Überwachung monatlich erfolgen.

Laut AkdÄ sollte die Fumarsäure-Therapie sofort beendet werden, wenn eine schwere Lymphozytopenie mit Werten unter 500 Lymphozyten/µl auftritt.

Durch die medikamentös induzierte Lymphopenie können opportunistische Infektionen auftreten. Der Bericht nennt spezifisch die systemische Nokardiose, das Kaposi-Sarkom sowie die progressive multifokale Leukenzephalopathie (PML).

Eine systemische Nokardiose manifestiert sich meist als subakute Pneumonie. Extrapulmonale Abszesse treten laut Bericht am häufigsten im Gehirn auf, können aber auch Haut, Nieren, Muskeln und Knochen betreffen.

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Quelle: AkdÄ Bekanntgabe: Nokardiose bei Lymphopenie durch Fumaderm® (AkdÄ, 2013). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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