BfArM2019

Fluorchinolone: Rote-Hand-Brief zu Nebenwirkungen

Diese Leitlinie stammt aus 2019 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: BfArM (2019)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Fluorchinolone sind eine Klasse von Breitbandantibiotika, die zur Behandlung verschiedener bakterieller Infektionen eingesetzt werden. Im April 2019 veröffentlichte das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) in Abstimmung mit der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) einen Rote-Hand-Brief zu dieser Wirkstoffgruppe.

Diese Zusammenfassung basiert auf dem kurzen Ankündigungstext des BfArM. Der Rote-Hand-Brief adressiert schwerwiegende Sicherheitsbedenken, die zu einem offiziellen europäischen Risikobewertungsverfahren geführt haben.

Zu den bekannten schwerwiegenden Nebenwirkungen dieser Substanzklasse zählen unter anderem Tendinopathien wie Achillessehnenrupturen und periphere Neuropathien. Zudem besteht ein Risiko für zentralnervöse und psychiatrische Effekte sowie für Aortenaneurysmen und -dissektionen.

Empfehlungen

Der Rote-Hand-Brief des BfArM formuliert zentrale Warnungen für den Einsatz von Fluorchinolonen.

Anwendungsbeschränkungen

Laut der Sicherheitswarnung wird die Anwendung von systemisch und inhalativ verabreichten Fluorchinolonen deutlich eingeschränkt. Es werden neue Anwendungsempfehlungen für diese Arzneimittelgruppe ausgegeben.

Die Zulassungsinhaber informieren hierüber in enger Abstimmung mit den europäischen und nationalen Behörden.

Risikobewertung und Nebenwirkungen

Die Einschränkungen basieren auf einem europäischen Risikobewertungsverfahren. Die Behörden betonen das Risiko für folgende unerwünschte Wirkungen im Zusammenhang mit der Therapie:

  • Schwerwiegende Nebenwirkungen, die verschiedene Organsysteme betreffen können

  • Langanhaltende Beschwerden

  • Die Lebensqualität stark beeinträchtigende Symptome

  • Möglicherweise irreversible Schäden

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Es wird empfohlen, bei der Verordnung von systemischen oder inhalativen Fluorchinolonen stets das Risiko für potenziell irreversible, die Lebensqualität einschränkende Nebenwirkungen gegen den klinischen Nutzen abzuwägen.

Häufig gestellte Fragen

Die Warnung des BfArM bezieht sich auf alle systemisch (oral, intravenös) und inhalativ angewendeten Fluorchinolone.

Es handelt sich um schwerwiegende, langanhaltende und die Lebensqualität beeinträchtigende Nebenwirkungen. Diese können potenziell irreversibel sein und betreffen häufig den Bewegungsapparat oder das Nervensystem.

Nein, die Arzneimittel bleiben verfügbar. Es wurden jedoch strenge Anwendungsbeschränkungen und neue Empfehlungen für den Einsatz formuliert.

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Quelle: Rote-Hand-Brief zu Fluorchinolon-Antibiotika: Schwerwiegende und anhaltende, die Lebensqualität beeinträchtigende und möglicherweise irreversible Nebenwirkungen (BfArM, 2019). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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