Finasterid: Psychiatrische und sexuelle Nebenwirkungen
Hintergrund
Die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) informiert in der Drug Safety Mail 2024-45 über schwerwiegende Sicherheitsbedenken bei der systemischen Therapie mit Finasterid. Der Wirkstoff wird in der Praxis vorwiegend zur Behandlung der androgenetischen Alopezie sowie der benignen Prostatahyperplasie (BPH) eingesetzt.
Im Fokus der aktuellen Warnung stehen psychiatrische und sexuelle Nebenwirkungen. Es wird explizit darauf hingewiesen, dass insbesondere sexuelle Funktionsstörungen auch nach dem Absetzen der Medikation persistieren können.
💡Praxis-Tipp
Ein zentraler Aspekt der AkdÄ-Mitteilung ist die Warnung, dass sexuelle Nebenwirkungen unter Finasterid auch nach dem Absetzen der Medikation persistieren können. Zudem wird hervorgehoben, dass bei auftretenden psychiatrischen Symptomen nur bei der Indikation Alopezie ein sofortiger Therapieabbruch empfohlen wird, während bei einer BPH zunächst ärztlicher Rat eingeholt werden soll.
Häufig gestellte Fragen
Die AkdÄ warnt primär vor psychiatrischen und sexuellen Nebenwirkungen bei der systemischen Behandlung mit Finasterid. Es wird explizit darauf hingewiesen, dass sexuelle Störungen auch nach Beendigung der Therapie anhalten können.
Laut Empfehlung der britischen MHRA wird eine gezielte Anamnese bezüglich Depressionen und Suizidalität in der Vorgeschichte angeraten. Bei vorbestehenden Depressionen oder sexuellen Dysfunktionen sollte die Indikation besonders streng geprüft werden.
Tritt unter der Behandlung einer Alopezie eine psychiatrische Symptomatik auf, wird ein sofortiger Abbruch der Therapie empfohlen. Im Anschluss sollte umgehend medizinischer Rat eingeholt werden.
Nein, die AkdÄ rät bei Personen mit benigner Prostatahyperplasie von einem eigenständigen Therapieabbruch ab. Bei auftretenden psychiatrischen Symptomen wird stattdessen empfohlen, zeitnah ärztlichen Rat einzuholen.
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Quelle: AkdÄ: „UAW-News International“: Psychiatrische und sexuelle Nebenwirkungen von Finasterid (AkdÄ, 2024). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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