AkdÄ2018

Finasterid: Depression und suizidale Nebenwirkungen

Diese Leitlinie stammt aus 2018 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AkdÄ (2018)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) informiert über neue Sicherheitserkenntnisse zu finasteridhaltigen Arzneimitteln. Der Wirkstoff wird in unterschiedlichen Dosierungen zur Behandlung der androgenetischen Alopezie sowie der benignen Prostatahyperplasie (BPH) eingesetzt.

Im Rahmen eines europäischen Risikobewertungsverfahrens (PSUSA) wurden die Sicherheitsdaten des Wirkstoffs neu bewertet. Dabei zeigte sich ein relevanter Zusammenhang mit psychiatrischen unerwünschten Arzneimittelwirkungen.

Diese Zusammenfassung basiert auf einer kurzen Arzneimittel-Sicherheitswarnung. Finasterid greift in den Hormonstoffwechsel ein, was neben den erwünschten Effekten auch systemische Auswirkungen auf die Stimmungslage haben kann.

Empfehlungen

Die AkdÄ formuliert folgende Kernempfehlungen zur Arzneimittelsicherheit:

Warnhinweise und Aufklärung

Laut Sicherheitswarnung wurde ein neuer Warnhinweis für alle finasteridhaltigen Arzneimittel in die Produktinformationen aufgenommen. Es wird darauf hingewiesen, dass unter der Therapie schwerwiegende Stimmungsänderungen auftreten können.

Dazu zählen laut Dokument:

  • Depressive Verstimmungen

  • Manifeste Depressionen

  • Seltener auch Suizidgedanken

Monitoring und Therapiesteuerung

Es wird empfohlen, behandelte Personen engmaschig hinsichtlich psychiatrischer Symptome zu überwachen. Die Information der Anwender über diese potenziellen Nebenwirkungen ist essenziell.

Bei Auftreten entsprechender Symptome wird Folgendes geraten:

  • Unverzügliche Einholung von medizinischem Rat

  • Sofortiger Therapieabbruch bei der 1-mg-Dosierung (Indikation androgenetische Alopezie)

Dosierung

WirkstoffDosierungIndikation
Finasterid1 mgFrühstadien der androgenetischen Alopezie bei Männern
Finasterid5 mgBehandlung und Kontrolle der benignen Prostatahyperplasie

Kontraindikationen

Gemäß der Sicherheitswarnung stellt das Auftreten von psychiatrischen Symptomen (wie Depressionen oder Suizidgedanken) einen Grund für den sofortigen Therapieabbruch bei der Behandlung der androgenetischen Alopezie (1-mg-Dosierung) dar.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Laut Sicherheitswarnung wird die Wichtigkeit betont, Anwender von Finasterid proaktiv über das Risiko von Stimmungsänderungen und Depressionen aufzuklären. Es wird empfohlen, bei der Indikation Haarausfall (1-mg-Dosierung) die Therapie beim ersten Anzeichen psychiatrischer Symptome sofort zu beenden.

Häufig gestellte Fragen

Laut Sicherheitswarnung kann Finasterid Stimmungsänderungen, depressive Verstimmungen und manifeste Depressionen auslösen. In selteneren Fällen wird auch über das Auftreten von Suizidgedanken berichtet.

Die Warnung empfiehlt einen sofortigen Therapieabbruch, wenn das Medikament in der 1-mg-Dosierung gegen Haarausfall eingesetzt wird und psychiatrische Symptome auftreten. Zudem wird geraten, unverzüglich medizinischen Rat einzuholen.

Ja, der Warnhinweis zu Stimmungsänderungen und Suizidgedanken betrifft laut Dokument alle finasteridhaltigen Arzneimittel. Dies schließt sowohl die 1-mg-Dosierung als auch die 5-mg-Dosierung ein.

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Quelle: AkdÄ: Information zu Finasterid: Warnhinweis zu Depression. (AkdÄ, 2018). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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