Finasterid: Depression und suizidale Nebenwirkungen
Hintergrund
Die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) informiert über neue Sicherheitserkenntnisse zu finasteridhaltigen Arzneimitteln. Der Wirkstoff wird in unterschiedlichen Dosierungen zur Behandlung der androgenetischen Alopezie sowie der benignen Prostatahyperplasie (BPH) eingesetzt.
Im Rahmen eines europäischen Risikobewertungsverfahrens (PSUSA) wurden die Sicherheitsdaten des Wirkstoffs neu bewertet. Dabei zeigte sich ein relevanter Zusammenhang mit psychiatrischen unerwünschten Arzneimittelwirkungen.
Diese Zusammenfassung basiert auf einer kurzen Arzneimittel-Sicherheitswarnung. Finasterid greift in den Hormonstoffwechsel ein, was neben den erwünschten Effekten auch systemische Auswirkungen auf die Stimmungslage haben kann.
Empfehlungen
Die AkdÄ formuliert folgende Kernempfehlungen zur Arzneimittelsicherheit:
Warnhinweise und Aufklärung
Laut Sicherheitswarnung wurde ein neuer Warnhinweis für alle finasteridhaltigen Arzneimittel in die Produktinformationen aufgenommen. Es wird darauf hingewiesen, dass unter der Therapie schwerwiegende Stimmungsänderungen auftreten können.
Dazu zählen laut Dokument:
-
Depressive Verstimmungen
-
Manifeste Depressionen
-
Seltener auch Suizidgedanken
Monitoring und Therapiesteuerung
Es wird empfohlen, behandelte Personen engmaschig hinsichtlich psychiatrischer Symptome zu überwachen. Die Information der Anwender über diese potenziellen Nebenwirkungen ist essenziell.
Bei Auftreten entsprechender Symptome wird Folgendes geraten:
-
Unverzügliche Einholung von medizinischem Rat
-
Sofortiger Therapieabbruch bei der 1-mg-Dosierung (Indikation androgenetische Alopezie)
Dosierung
| Wirkstoff | Dosierung | Indikation |
|---|---|---|
| Finasterid | 1 mg | Frühstadien der androgenetischen Alopezie bei Männern |
| Finasterid | 5 mg | Behandlung und Kontrolle der benignen Prostatahyperplasie |
Kontraindikationen
Gemäß der Sicherheitswarnung stellt das Auftreten von psychiatrischen Symptomen (wie Depressionen oder Suizidgedanken) einen Grund für den sofortigen Therapieabbruch bei der Behandlung der androgenetischen Alopezie (1-mg-Dosierung) dar.
💡Praxis-Tipp
Laut Sicherheitswarnung wird die Wichtigkeit betont, Anwender von Finasterid proaktiv über das Risiko von Stimmungsänderungen und Depressionen aufzuklären. Es wird empfohlen, bei der Indikation Haarausfall (1-mg-Dosierung) die Therapie beim ersten Anzeichen psychiatrischer Symptome sofort zu beenden.
Häufig gestellte Fragen
Laut Sicherheitswarnung kann Finasterid Stimmungsänderungen, depressive Verstimmungen und manifeste Depressionen auslösen. In selteneren Fällen wird auch über das Auftreten von Suizidgedanken berichtet.
Die Warnung empfiehlt einen sofortigen Therapieabbruch, wenn das Medikament in der 1-mg-Dosierung gegen Haarausfall eingesetzt wird und psychiatrische Symptome auftreten. Zudem wird geraten, unverzüglich medizinischen Rat einzuholen.
Ja, der Warnhinweis zu Stimmungsänderungen und Suizidgedanken betrifft laut Dokument alle finasteridhaltigen Arzneimittel. Dies schließt sowohl die 1-mg-Dosierung als auch die 5-mg-Dosierung ein.
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Quelle: AkdÄ: Information zu Finasterid: Warnhinweis zu Depression. (AkdÄ, 2018). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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