Erektile Dysfunktion: Hochfrequenztherapie und Evidenz

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2025)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die erektile Dysfunktion (ED) ist eine häufige sexuelle Funktionsstörung, die meist auf vaskuläre Ursachen zurückzuführen ist. Begünstigend wirken kardiometabolische Erkrankungen wie Bluthochdruck oder Diabetes mellitus sowie bestimmte Lebensstilfaktoren.

Als Erstlinientherapie werden oral einzunehmende Phosphodiesterase-5-Inhibitoren (PDE-5-Hemmer) empfohlen. Alternativ stehen intrakavernöse Injektionen, lokal anzuwendende Medikamente oder Hilfsmittel wie Vakuumerektionsgeräte zur Verfügung.

Die Behandlung mittels Hochfrequenzenergie (Radiofrequenztherapie) stellt einen neuen, experimentellen Ansatz dar. Durch eine milde Erwärmung des Schwellkörpergewebes sollen die Geweberegeneration und die Stickstoffmonoxid-Synthese angeregt werden, um die Erektionsfunktion kausal zu verbessern.

Empfehlungen

Der IQWiG-Bericht N24-03 bewertet den Nutzen der Hochfrequenzenergie bei primär organischer erektiler Dysfunktion. Es ergab sich folgende Bewertungsgrundlage:

Evidenzlage

Laut Bericht ist die aktuelle Studienlage zur Radiofrequenztherapie bei ED äußerst spärlich. Es konnten keine abgeschlossenen, vergleichenden randomisiert-kontrollierten Studien (RCTs) identifiziert werden.

Der Bericht stützt sich lediglich auf unpublizierte Interimsdaten einer einzigen laufenden Studie (NCT06167733). Weitere identifizierte Studien wiesen gravierende methodische Mängel auf oder untersuchten abweichende Interventionen.

Studienergebnisse

Die Auswertung der verfügbaren Interimsdaten ergab folgende Erkenntnisse:

  • Es zeigt sich kein Effekt zugunsten der Hochfrequenzenergie im Vergleich zu einer Scheinbehandlung hinsichtlich der erektilen Funktion.

  • Zu den Endpunkten gesundheitsbezogene Lebensqualität und Nebenwirkungen liegen keine Daten vor.

  • Eine verlässliche Bewertung des Verzerrungspotenzials war aufgrund fehlender Publikationen nicht möglich.

Fazit zur Methode

Der Bericht kommt zu dem Schluss, dass kein Anhaltspunkt für einen Nutzen oder Schaden der Methode vorliegt.

Zudem lässt sich laut Bericht kein Potenzial für eine erforderliche Behandlungsalternative ableiten. Die Formulierung von Eckpunkten für eine Erprobungsstudie wurde daher nicht vorgenommen.

Klassifikation der erektilen Dysfunktion

Zur Einordnung der Erektionsfähigkeit verweist der Bericht auf den Erection Hardness Score (EHS). Dieser unterteilt die Erektion in 5 Kategorien:

EHS-KategorieBeschreibung laut Leitlinientext
0Penis vergrößert sich nicht
1 bis 3Intermediäre Härtegrade
4Penis vollkommen hart und vollständig erigiert

Kontraindikationen

Da kein Nutzen der Methode belegt ist, existieren keine formalen Kontraindikationen für den klinischen Routineeinsatz. In der vom Bericht analysierten laufenden Studie wurden jedoch folgende Patientengruppen von der experimentellen Behandlung ausgeschlossen:

  • Männer mit Hypogonadismus oder anatomischen penilen Deformationen

  • Zustand nach operativer Behandlung oder Bestrahlung des Beckens beziehungsweise der Prostata

  • Vorliegen schwerwiegender neurologischer Erkrankungen

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💡Praxis-Tipp

Der Bericht verdeutlicht, dass die Behandlung der erektilen Dysfunktion mittels Hochfrequenzenergie derzeit als rein experimentell einzustufen ist. Es wird darauf hingewiesen, dass die bisherigen Daten keinen Vorteil gegenüber einer Scheinbehandlung zeigen. In der Praxis wird bei organischer ED weiterhin der Einsatz etablierter Leitlinientherapien wie PDE-5-Inhibitoren empfohlen.

Häufig gestellte Fragen

Laut IQWiG-Bericht zählt die Methode derzeit nicht zum Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung. Es konnte zudem kein Potenzial als erforderliche Behandlungsalternative abgeleitet werden.

Die Auswertung der verfügbaren Interimsdaten zeigt keinen Effekt zugunsten der Hochfrequenzenergie im Vergleich zu einer Scheinbehandlung. Der Bericht stellt fest, dass es keinen Anhaltspunkt für einen Nutzen gibt.

Zur Sicherheit und zu möglichen Nebenwirkungen der Methode liegen laut Bericht aktuell keine auswertbaren Daten vor. Ein potenzieller Schaden kann daher weder belegt noch ausgeschlossen werden.

Als etablierte Erstlinientherapie werden PDE-5-Inhibitoren empfohlen. Weitere Optionen umfassen intrakavernöse Injektionen, Vakuumerektionsgeräte oder in schweren Fällen operative Schwellkörperprothesen.

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Quelle: IQWiG N24-03: Behandlung mittels Hochfrequenzenergie bei organischer erektiler Dysfunktion (IQWiG, 2025). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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