Dupilumab: Morbus Crohn Rezidiv-Risiko und Th1-Shift

Diese Leitlinie stammt aus 2019 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AkdÄ (2019)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) berichtet über ein schweres Rezidiv eines Morbus Crohn im Zusammenhang mit einer Dupilumab-Therapie. Dupilumab ist ein monoklonaler Antikörper, der zur Behandlung der mittelschweren bis schweren atopischen Dermatitis bei Erwachsenen eingesetzt wird.

Der Wirkstoff blockiert die Signalwege von Interleukin-4 (IL-4) und Interleukin-13 (IL-13). Diese Zytokine spielen eine zentrale Rolle in der Pathogenese der atopischen Dermatitis, welche durch eine gestörte Th2-Immunität gekennzeichnet ist.

Im gemeldeten Fallbericht erlitt eine Patientin nach neunmonatiger Therapie ein schweres Rezidiv eines seit 30 Jahren ruhenden Morbus Crohn. Die Komplikationen umfassten Fistelbildungen und machten letztlich eine chirurgische Intervention erforderlich.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Bei der Verordnung von Dupilumab wird eine genaue Anamnese bezüglich chronisch-entzündlicher Darmerkrankungen oder anderer Th1-dominanter Autoimmunerkrankungen empfohlen. Auch ein seit Jahrzehnten asymptomatischer Morbus Crohn kann durch die medikamentös induzierte Verschiebung der zellulären Immunität reaktiviert werden.

Häufig gestellte Fragen

Dupilumab unterdrückt die Th2-Achse, was zu einer Verschiebung der zellulären Immunität hin zu einer Th1-Antwort führt. Da Morbus Crohn eine Th1/Th17-dominante Erkrankung ist, kann diese immunologische Veränderung laut AkdÄ ein Rezidiv provozieren.

Die zugelassene Dosierung für Erwachsene besteht aus einer initialen subkutanen Gabe von 600 mg. Danach wird eine Erhaltungsdosis von 300 mg alle zwei Wochen empfohlen.

Neben chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen nennt der Bericht weitere potenziell gefährdete Patientengruppen. Dazu gehören Personen mit Psoriasis vulgaris, Multipler Sklerose und rheumatoider Arthritis.

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Quelle: AkdÄ Bekanntgabe: Rezidiv eines Morbus Crohn nach Behandlung einer atopischen Dermatitis mit Dupilumab (AkdÄ, 2019). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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