BfArM2020

DPD-Testung: Indikation vor Fluoropyrimidinen (5-FU)

Diese Leitlinie stammt aus 2020 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: BfArM (2020)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Diese Zusammenfassung basiert auf dem kurzen Quelltext des Rote-Hand-Briefs des BfArM aus dem Jahr 2020.

Fluoropyrimidine wie 5-Fluorouracil (5-FU), Capecitabin und Tegafur sind häufig eingesetzte Zytostatika in der Onkologie. Für den Abbau dieser Wirkstoffe im Körper ist das Enzym Dihydropyrimidin-Dehydrogenase (DPD) essenziell.

Liegt bei Patienten ein partieller oder vollständiger Mangel dieses Enzyms vor, kommt es zu einer stark verzögerten Clearance der Medikamente. Dies führt zu einer Akkumulation der aktiven Metaboliten, was lebensbedrohliche toxische Reaktionen wie schwere Myelosuppression oder Mukositis auslösen kann.

Empfehlungen

Der Rote-Hand-Brief des BfArM formuliert folgende Kernempfehlungen zur Arzneimittelsicherheit:

Prätherapeutische Diagnostik

Es wird dringend empfohlen, vor Beginn einer Behandlung mit Fluoropyrimidinen den DPD-Status der Patienten zu erheben. Laut Dokument soll hierfür der Phänotyp und/oder Genotyp bestimmt werden.

Betroffene Wirkstoffe

Die Warnung und die daraus resultierende Testempfehlung beziehen sich auf folgende Substanzen:

WirkstoffklasseWirkstoffSpezifikation laut Quelle
Fluoropyrimidine5-Fluorouracil (5-FU)intravenös (i.v.)
FluoropyrimidineCapecitabinalle Darreichungsformen
FluoropyrimidineTegafuralle Darreichungsformen

Kontraindikationen

Der Rote-Hand-Brief warnt ausdrücklich vor dem ungetesteten Einsatz der genannten Wirkstoffe.

Es wird darauf hingewiesen, dass bei Patienten mit einem partiellen oder vollständigen Dihydropyrimidin-Dehydrogenase-Mangel (DPD-Mangel) ein signifikant erhöhtes Risiko für eine schwere Toxizität unter der Behandlung mit Fluoropyrimidinen besteht.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Es wird im klinischen Alltag darauf hingewiesen, die Therapie mit Fluoropyrimidinen erst nach Vorliegen des DPD-Testergebnisses zu initiieren. So können potenziell lebensbedrohliche Toxizitäten bei einem unentdeckten Enzymmangel vermieden werden.

Häufig gestellte Fragen

Der Rote-Hand-Brief bezieht sich auf alle Arzneimittel, die 5-Fluorouracil (i.v.), Capecitabin oder Tegafur enthalten.

Patienten mit einem DPD-Mangel haben ein stark erhöhtes Risiko für schwere Toxizitäten. Das Enzym DPD ist maßgeblich für den Abbau dieser Medikamente verantwortlich.

Es wird empfohlen, vor Behandlungsbeginn den Phänotyp und/oder Genotyp des Patienten zu bestimmen.

War diese Zusammenfassung hilfreich?

Quelle: Rote-Hand-Brief zu 5-Fluorouracil- (i.v.), Capecitabin- und Tegafur-haltigen Arzneimitteln: Tests vor Behandlungsbeginn zur Identifizierung von Patienten mit DPD-Mangel (BfArM, 2020). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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