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Diabetes und Herzinsuffizienz: Therapie & SGLT2-Hemmer

Diese Leitlinie stammt aus 2018 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Diabetes Canada (2018)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die Leitlinie der Diabetes Canada (2018) betont, dass Diabetes mellitus ein unabhängiger Risikofaktor für die Entwicklung einer Herzinsuffizienz ist. Durch eine diabetische Kardiomyopathie ist die Inzidenz einer Herzinsuffizienz bei Menschen mit Diabetes zwei- bis viermal höher als bei Stoffwechselgesunden.

Trotz der hohen Prävalenz wird eine Herzinsuffizienz in dieser Patientengruppe häufig unterdiagnostiziert. Da die Prognose einer unbehandelten Herzinsuffizienz schlecht ist, wird eine frühzeitige Diagnostik mittels klinischer Untersuchung, Echokardiografie und natriuretischer Peptide (BNP, NT-pro-BNP) hervorgehoben.

Patienten mit Diabetes und Herzinsuffizienz profitieren stark von etablierten Herzinsuffizienz-Therapien. Die Leitlinie unterstreicht, dass das Vorliegen eines Diabetes die Entscheidung für eine leitliniengerechte Herzinsuffizienz-Behandlung nicht einschränken darf.

Empfehlungen

Allgemeine Herzinsuffizienz-Therapie

Laut Leitlinie sollen Patienten mit Diabetes und Herzinsuffizienz die gleichen evidenzbasierten Herzinsuffizienz-Therapien erhalten wie Patienten ohne Diabetes (Grad D).

  • Betablocker (wie Carvedilol, Bisoprolol oder Metoprololsuccinat) werden bei reduzierter Ejektionsfraktion (HFrEF) empfohlen (Grad B).

  • Es wird darauf hingewiesen, dass Carvedilol im Vergleich zu anderen Betablockern die Blutzuckerkontrolle spezifisch verbessern kann.

Antidiabetische Therapie

Die Leitlinie bewertet den Einfluss verschiedener Antidiabetika auf die Herzinsuffizienz wie folgt:

MedikamentenklasseEffekt auf HerzinsuffizienzLeitlinienempfehlung
MetforminNeutral bis positivErstlinientherapie bei eGFR >30 ml/min (Grad C)
SGLT2-Inhibitoren (z.B. Empagliflozin)Reduktion von HospitalisierungenEmpfohlen als Zusatztherapie zur Risikoreduktion (Grad B/C)
Thiazolidindione (TZD)Erhöhtes Risiko für FlüssigkeitsretentionEinsatz bei NYHA I-IV vermeiden (Grad A)
DPP-4-InhibitorenÜberwiegend neutralWarnhinweise für Saxagliptin und Alogliptin beachten
GLP-1-Rezeptor-AgonistenNeutralKeine übermäßige Risikoerhöhung beobachtet

Dosisanpassung und Monitoring

Bei Patienten mit einer eGFR <60 ml/min/1,73 m² oder bei kombinierter RAAS-Blockade empfiehlt die Leitlinie besondere Vorsicht (Grad D):

  • Die Startdosen von ACE-Hemmern oder ARBs sollten halbiert werden.

  • Eine langsame Auftitration der Dosis wird empfohlen.

  • Innerhalb von 7 bis 10 Tagen nach Therapiebeginn oder Dosisänderung wird eine Kontrolle von Serumelektrolyten, Kreatinin, Blutdruck und Körpergewicht empfohlen.

Kontraindikationen

Laut Leitlinie gelten folgende Kontraindikationen und Warnhinweise:

  • Thiazolidindione (TZD): Kontraindiziert bei Patienten mit Herzinsuffizienz der NYHA-Klassen I bis IV aufgrund des Risikos für Flüssigkeitsretention und Verschlechterung der Herzinsuffizienz.

  • DPP-4-Inhibitoren: Für Saxagliptin und Alogliptin bestehen Warnhinweise bezüglich eines erhöhten Risikos für Herzinsuffizienz-Hospitalisierungen.

  • Metformin: Die Leitlinie empfiehlt eine Pausierung bei akuter Verschlechterung der Nierenfunktion und ein Absetzen bei chronischer, signifikanter Verschlechterung.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Die Leitlinie warnt davor, Patienten mit Diabetes evidenzbasierte Herzinsuffizienz-Therapien vorzuenthalten. Es wird betont, dass Diabetiker trotz eines erhöhten Risikos für Nierenfunktionsstörungen und Hyperkaliämie einen besonders großen absoluten Nutzen von RAAS-Blockern und Betablockern haben, weshalb diese Therapien unter engmaschigem Monitoring zwingend eingesetzt werden sollten.

Häufig gestellte Fragen

Ja, die Leitlinie empfiehlt Metformin weiterhin als Erstlinientherapie bei milder bis moderater Nierenfunktion (eGFR >30 ml/min). Es wird jedoch empfohlen, das Medikament bei akuter Verschlechterung der Nierenfunktion zu pausieren.

Laut Leitlinie reduzieren SGLT2-Inhibitoren wie Empagliflozin und Canagliflozin das Risiko für Hospitalisierungen wegen Herzinsuffizienz signifikant. Sie werden als Zusatztherapie bei unzureichender Blutzuckerkontrolle empfohlen.

Nein, die Leitlinie rät strikt vom Einsatz von Thiazolidindionen (wie Pioglitazon) bei Patienten mit Herzinsuffizienz der NYHA-Klassen I bis IV ab. Diese Medikamente können zu einer klinisch relevanten Flüssigkeitsretention führen.

Die Leitlinie nennt Carvedilol, Bisoprolol und Metoprololsuccinat als evidenzbasierte Optionen. Es wird hervorgehoben, dass Carvedilol im Vergleich zu anderen Betablockern die Blutzuckerkontrolle spezifisch verbessern kann.

Bei einer eGFR <60 ml/min/1,73 m² empfiehlt die Leitlinie, die Startdosis von ACE-Hemmern oder ARBs zu halbieren. Zudem wird eine Kontrolle von Elektrolyten und Kreatinin innerhalb von 7 bis 10 Tagen angeraten.

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Quelle: Diabetes Canada Chapter 28: Treatment of Diabetes in People with Heart Failure (Diabetes Canada, 2018). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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