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International Diabetes FederationDiabetologie

Typ-2-Diabetes: IDF-Leitlinie 2025 zu Diagnostik & Zielen

KI-generierte Zusammenfassung · Basiert auf International Diabetes Federation Leitlinie · Erstellt: April 2026 · Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

📋Auf einen Blick

  • Die Diagnosekriterien bleiben bei Nuechternblutzucker >= 7,0 mmol/l, 2h-Wert >= 11,1 mmol/l oder HbA1c >= 6,5 %.
  • Das allgemeine HbA1c-Ziel liegt bei < 7,0 % (53 mmol/mol), muss aber zwingend individuell angepasst werden.
  • Die Praevention bei hohem Risiko umfasst Lebensstilinterventionen (Ziel: 5 % Gewichtsverlust) und ggf. Metformin.
  • Die Blutzuckerselbstkontrolle (SMBG) wird routinemaessig fuer alle insulinbehandelten Patienten empfohlen.
  • Kontinuierliche Glukosemessung (CGM) sollte bei insulinbehandelten Patienten erwogen werden.
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Hintergrund

Die International Diabetes Federation (IDF) hat 2025 aktualisierte Leitlinien zum Management des Typ-2-Diabetes veroeffentlicht. Angesichts weltweit unterschiedlicher Ressourcen unterscheidet die Leitlinie zwischen "Optimal Care" (fuer gut ausgestattete Gesundheitssysteme) und "Basic Care" (fuer ressourcenlimitierte Settings). Im Fokus stehen die Frueherkennung, Praevention sowie die Festlegung und Ueberwachung glykaemischer Ziele.

Diagnosekriterien

Die Diagnose des Diabetes mellitus und der intermediaeren Hyperglykaemie (Praediabetes) erfolgt anhand etablierter Parameter. Die Kriterien der WHO und der ADA unterscheiden sich leicht im Bereich der Nuechternglukose bei Praediabetes.

ParameterDiabetesIntermediaere Hyperglykaemie (WHO)Intermediaere Hyperglykaemie (ADA)
Nuechternblutzucker (FPG)>= 7,0 mmol/l (126 mg/dl)6,1-6,9 mmol/l (110-125 mg/dl)5,6-6,9 mmol/l (100-125 mg/dl)
2h-Wert im oGTT>= 11,1 mmol/l (200 mg/dl)7,8-11,0 mmol/l (140-199 mg/dl)7,8-11,0 mmol/l (140-199 mg/dl)
HbA1c>= 6,5 % (48 mmol/mol)Keine Definition5,7-6,4 % (39-47 mmol/mol)

Praevention des Typ-2-Diabetes

Fuer Personen mit hohem Risiko (z. B. gestoerte Glukosetoleranz) werden strukturierte Programme zur Lebensstilaenderung empfohlen.

  • Lebensstilintervention: Ziel ist ein Gewichtsverlust von 5 % bei Uebergewicht/Adipositas durch gesuendere Ernaehrung und mehr koerperliche Aktivitaet.
  • Medikamentoese Praevention: Metformin kann als zusaetzliche Intervention fuer Hochrisikopatienten erwogen werden.
  • Monitoring: Regelmaessige Reevaluation der Risikopersonen ist essenziell.

Glykaemische Ziele

Die glykaemische Kontrolle ist eine Saeule zur Vermeidung mikro- und makrovaskulaerer Komplikationen.

  • Allgemeines Ziel: Ein HbA1c-Wert von < 7,0 % (53 mmol/mol) wird generell empfohlen.
  • Individualisierung: Das Ziel muss personalisiert werden. Bei aelteren Patienten, langer Krankheitsdauer oder hohem Hypoglykaemierisiko sind hoehere Ziele angemessen. Bei neu diagnostizierten Patienten koennen strengere Ziele sinnvoll sein.
  • Alternativen zum HbA1c: Wenn der HbA1c-Wert nicht verlaesslich ist (z. B. bei Haemoglobinopathien oder Anaemien), sollten Fructosamin oder glykiertes Albumin zur Ueberwachung genutzt werden.

Blutzuckermessung: SMBG und CGM

Die Selbstmessung des Blutzuckers (SMBG) und die kontinuierliche Glukosemessung (CGM) liefern wichtige Daten fuer die Therapieanpassung.

MessmethodeIndikationZielwerte
SMBG (Selbstmessung)Routinemaessig bei InsulintherapieNuechtern/praeprandial: 4,0-8,0 mmol/l
SMBG (Selbstmessung)Erwaegen bei anderen TherapienPostprandial (1-2h): 4,0-8,0 mmol/l (bevorzugt) bis 4,0-9,0 mmol/l (akzeptabel)
CGM (Kontinuierlich)Erwaegen bei allen insulinbehandelten PatientenIndividuell nach CGM-Metriken (Time in Range)

💡Praxis-Tipp

Passen Sie das HbA1c-Ziel stets individuell an. Nutzen Sie Fructosamin oder glykiertes Albumin zur Ueberwachung, wenn der HbA1c-Wert (z. B. bei Haemoglobinopathien) nicht verlaesslich ist.

Häufig gestellte Fragen

Nuechternblutzucker >= 7,0 mmol/l, 2h-Wert im oGTT >= 11,1 mmol/l oder HbA1c >= 6,5 %.
Das allgemeine Ziel liegt bei < 7,0 % (53 mmol/mol), sollte aber individuell an Alter und Komorbiditaeten angepasst werden.
Nuechtern/praeprandial 4,0-8,0 mmol/l; postprandial vorzugsweise 4,0-8,0 mmol/l, akzeptabel sind bis zu 9,0 mmol/l.

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