Diabetes mellitus Typ 2: Therapie und Stufenschema
Hintergrund
Die DDG-Leitlinie zur Therapie des Typ-2-Diabetes beschreibt die Erkrankung als chronisch, heterogen und progredient. Sie ist durch Insulinresistenz sowie qualitative und quantitative Störungen der Insulinsekretion gekennzeichnet.
Laut Leitlinie erfordert die Diagnose, die von Betroffenen oft als starke Einschränkung erlebt wird, eine Strategie der Akzeptanz und der schrittweisen Therapieintensivierung. Ausnahmen bilden schwere metabolische Dekompensationen.
Es wird betont, dass die Festlegung individueller Therapieziele im Rahmen einer partizipativen Entscheidungsfindung (Shared Decision-Making) erfolgen sollte. Dabei sind Komorbiditäten, Lebenserwartung und psychosoziale Umstände zu berücksichtigen.
💡Praxis-Tipp
Ein wichtiger Hinweis der Leitlinie betrifft die Therapie mit SGLT2-Inhibitoren: Es wird betont, dass normale oder nur leicht erhöhte Blutzuckerwerte eine Ketoazidose nicht ausschließen. Bei entsprechenden Symptomen wird eine sofortige Diagnostik mittels Bestimmung von Ketonen im Blut und gegebenenfalls einer venösen Blutgasanalyse empfohlen.
Häufig gestellte Fragen
Die Leitlinie nennt keinen starren HbA1c-Grenzwert für den Beginn einer Insulintherapie. Es wird jedoch empfohlen, vor einer Insulinisierung zunächst den Einsatz von GLP-1-Rezeptoragonisten zu prüfen, da diese ein geringeres Hypoglykämierisiko aufweisen.
Laut Leitlinie wird ein systolischer Blutdruck von 120 bis 140 mmHg angestrebt. Der diastolische Wert sollte unter 80 mmHg, jedoch nicht unter 70 mmHg liegen, sofern die Therapie gut vertragen wird.
Es wird empfohlen, Metformin vor größeren chirurgischen Eingriffen oder der Gabe von Röntgenkontrastmitteln zu pausieren. Die Wiederaufnahme sollte frühestens nach 48 Stunden erfolgen, sofern sich die Nierenfunktion nicht verschlechtert hat.
Bei Personen mit hohem kardiovaskulären Risiko oder bestehender Herzinsuffizienz empfiehlt die Leitlinie primär den Einsatz von SGLT2-Inhibitoren oder GLP-1-Rezeptoragonisten. Diese Substanzen haben in Studien eine Reduktion kardiovaskulärer Ereignisse gezeigt.
Die Leitlinie empfiehlt bei Personen ohne klinische Anzeichen einer Neuropathie eine jährliche Untersuchung auf Fußläsionen. Liegt bereits eine sensomotorische Neuropathie vor, sollte das Screening alle 3 bis 6 Monate erfolgen.
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Quelle: DDG: Therapy_Type_2.pdf pdf (DDG, 2026). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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