DGPPN2026Psychiatrie

Suizidalität: Diagnostik, Risikofaktoren und Therapie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: DGPPN (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Suizidalität ist ein hochrelevantes klinisches Thema, das eine strukturierte und evidenzbasierte Herangehensweise erfordert. Die S3-Leitlinie der DGPPN zum Umgang mit Suizidalität richtet sich an ein breites interdisziplinäres Fachpublikum im ambulanten und stationären Sektor.

Ziel der Leitlinie ist es, die Versorgung suizidaler Menschen durch eine systematische Einordnung präventiver, diagnostischer und therapeutischer Maßnahmen zu verbessern. Sie umfasst spezifische Empfehlungen für Erwachsene sowie für Kinder und Jugendliche.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Die Leitlinie räumt mit dem Mythos auf, dass das Ansprechen von Suizidalität gefährlich sei: Das proaktive Erfragen von suizidalen Gedanken erhöht das Risiko nicht und wird ausdrücklich empfohlen. Zudem wird davor gewarnt, Antidepressiva zur akuten Behandlung von Suizidalität einzusetzen, da Dosisänderungen kritische Hochrisikophasen darstellen.

Häufig gestellte Fragen

Nein. Laut Leitlinie erhöht das proaktive Ansprechen von suizidalem Erleben und Verhalten das Suizidrisiko nicht. Es wird ausdrücklich empfohlen, Patienten in Krisensituationen direkt darauf anzusprechen.

Die Leitlinie gibt an, dass Ketamin oder Esketamin bei Erwachsenen mit Depressionen zur kurzfristigen Reduktion der akuten Suizidalität angeboten werden kann. Antidepressiva sollen für die spezifische Akutbehandlung nicht eingesetzt werden.

Bei akuter Suizidalität, die mit stark belastenden Schlafstörungen oder Unruhe einhergeht, kann eine Behandlung mit Benzodiazepinen erfolgen. Diese sollte jedoch unter engmaschiger Überwachung und für maximal 14 Tage stattfinden. Alprazolam ist explizit ausgenommen und soll nicht eingesetzt werden.

Es wird empfohlen, eine Nachuntersuchung maximal eine Woche nach der Entlassung durchzuführen. Die erste Woche und der erste Monat nach einem Klinikaufenthalt gelten als Phasen mit besonders hohem Suizidrisiko.

Für Erwachsene und Jugendliche mit Borderline-Persönlichkeitsstörung wird primär die Dialektisch-Behaviorale Therapie (DBT) empfohlen. Bei Erwachsenen können auch suizidfokussierte psychodynamische Verfahren wie MBT oder TFP angeboten werden.

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Quelle: S3-Leitlinie Umgang mit Suizidalität - Evidenztabellen (DGPPN, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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