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DGK (Deutsche Gesellschaft für Kardiologie)Kardiologie

CT-Qualitätssicherung: Leitlinie der Bundesärztekammer

KI-generierte Zusammenfassung · Basiert auf DGK (Deutsche Gesellschaft für Kardiologie) Leitlinie · Erstellt: April 2026 · Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

📋Auf einen Blick

  • Die Schichtdicke bei der Akquisition sollte zur Erzeugung isotroper Voxel ≤ 1 mm betragen.
  • Zur Dosisbewertung werden der Volumen-CT-Dosisindex (CTDIvol) und das Dosislängenprodukt (DLP) herangezogen.
  • Der Einsatz von Strahlenschutzmitteln richtet sich nach der Untersuchungsregion und aktuellen SSK-Empfehlungen.
  • Für die Befundung wird eine lückenlose oder überlappende Schichtrekonstruktion (Inkrement 70-80 % der Schichtdicke) empfohlen.
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Hintergrund

Die Qualität der Diagnostik mittels Computertomographie (CT) wird durch die klinische Fragestellung, die rechtfertigende Indikation und die optimierte Durchführung bestimmt. Die Leitlinie der Bundesärztekammer definiert medizinische Standards für die Bildakquisition, Strahlenexposition und Befundung.

Aufnahmetechnische Parameter

Für eine optimale Bildqualität bei minimaler Strahlenexposition gelten folgende Grundsätze:

  • Aufnahmespannung: Typischerweise 80 bis 120 kV, anzupassen an Körperdimensionen und Fragestellung.
  • Schichtdicke (Akquisition): Möglichst ≤ 1 mm zur Erzeugung isotroper Voxel und Reduktion von Partialvolumeneffekten.
  • Schichtdicke (Rekonstruktion): Lückenlos oder mit Überlappung (Rekonstruktionsinkrement bei 70–80 % der Schichtdicke).
  • Pitch: Bei Spiralakquisition meist ≥ 1. Zur Artefaktreduzierung kann ein Pitch ≤ 1 vorteilhaft sein (mAs-Anpassung beachten).

Strahlenexposition und Dosimetrie

Zur Beschreibung der Strahlenexposition werden zwei Hauptgrößen verwendet:

  • CTDIvol (Volumen-CT Dosisindex): Bezieht sich auf ein PMMA-Phantom (16 cm für Kopf, 32 cm für Körper).
  • DLP (Dosislängenprodukt): Berücksichtigt zusätzlich die Scanlänge.

Wichtig: Der CTDIvol einer Scanserie wird als mittlerer Wert angegeben und darf für den Vergleich mit diagnostischen Referenzwerten (DRW) nicht über mehrere Serien addiert werden.

Strahlenschutzmittel

Der Einsatz von Strahlenschutzmitteln orientiert sich an den Empfehlungen der Strahlenschutzkommission (SSK):

UntersuchungsartEmpfohlene Strahlenschutzmittel
CT HirnschädelSektorielle Röhrenstrom-Absenkung ODER Augenlinsenschutz (falls Gantrykippung nicht möglich); Schilddrüsenschutz
CT Gesichtsschädel / NNHSektorielle Röhrenstrom-Absenkung ODER Schilddrüsen- und Augenlinsenschutz
CT ThoraxUmschließende Bleiabdeckung des Abdomens bei Schwangeren
CT Becken/AbdomenUmschließender Hodenschutz bei Männern (wenn Dosisautomatik nicht beeinflusst wird)

Spezifische Untersuchungsprotokolle (Kopf/Hals)

Die Leitlinie definiert detaillierte Vorgaben für verschiedene Körperregionen. Hier ein Auszug für die Kopf-Hals-Diagnostik:

RegionScanbereichRekonstruktionFensterung (Weichteil / Knochen)
HirnschädelSchädelbasis bis Kalotte3–5 mmW: 70–100 HE / K: 1800–4000 HE
Gesichtsschädel / NNHKinn/Oberkiefer bis Oberrand Stirnhöhle≤ 1,2 mmW: 100–600 HE / K: 1800–4000 HE
FelsenbeineUnterhalb Mastoid bis oberhalb Tegmen tympani≤ 1,2 mm (UHR: ≤ 0,5 mm)K: 4000 HE (Lage +600 bis +800)
SchädelbasisUnterhalb Mastoid bis Oberrand Stirnhöhle≤ 1,2 mmWie Gesichtsschädel

Bei Kontrastmittelgabe (z. B. Hirnschädel) wird eine Verzögerung von 80–100 s und eine gewichtsadaptierte Dosis von 0,3–0,4 g Jod/kg Körpergewicht empfohlen.

💡Praxis-Tipp

Nutzen Sie bei CT-Untersuchungen des Schädels bevorzugt die sektorielle Röhrenstrom-Absenkung oder eine Gantrykippung, um die Augenlinsen aus dem direkten Strahlengang zu halten, bevor Sie physische Protektoren einsetzen.

Häufig gestellte Fragen

Für Kopf-Untersuchungen wird ein 16-cm-PMMA-Phantom genutzt, für alle anderen Körperregionen (auch bei Kindern) ein 32-cm-Phantom.
Um isotrope Voxel zu erzeugen und Partialvolumeneffekte zu minimieren, sollte die Akquisition mit einer Schichtdicke von ≤ 1 mm erfolgen.
Nein, für den Vergleich mit den diagnostischen Referenzwerten (DRW) dürfen die mittleren CTDIvol-Werte der einzelnen Serien nicht addiert werden (Ausnahme: Perfusions-CTs der gleichen Schicht).
Empfohlen wird eine gewichtsadaptierte Gabe von 0,3 bis 0,4 g Jod pro kg Körpergewicht (maximale Gesamtmenge 45 g Jod) mit einer Verzögerung von 80 bis 100 Sekunden.

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