Demenzen: Diagnostik, Therapie, Leitlinien-Empfehlung

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AWMF|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die S3-Leitlinie Demenzen der AWMF liefert evidenzbasierte Empfehlungen zur Diagnostik, Therapie und Prävention von Demenzerkrankungen. Sie fokussiert sich auf die Alzheimer-Demenz, vaskuläre Demenz, gemischte Demenz, frontotemporale Demenz sowie Demenz bei Parkinson-Krankheit und Lewy-Körpern.

Demenzerkrankungen nehmen mit steigendem Alter exponentiell zu. Etwa 10,5 Prozent der deutschen Bevölkerung ab 65 Jahren sind an einer Demenz erkrankt, wobei Frauen aufgrund der höheren Lebenserwartung häufiger betroffen sind als Männer.

Die häufigste Ursache für das Demenzsyndrom ist mit 60 bis 80 Prozent die Alzheimer-Krankheit, gefolgt von der vaskulären Demenz. Neben der medizinischen Versorgung verursacht insbesondere der Pflegebedarf hohe Kosten für das Gesundheitssystem und die Gesellschaft.

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💡Praxis-Tipp

Ein wesentlicher Aspekt im klinischen Alltag ist der zeitlich streng begrenzte Einsatz von Antipsychotika bei Verhaltenssymptomen. Es wird empfohlen, regelmäßige Absetzversuche im Abstand von wenigen Wochen durchzuführen, da die Symptome nach dem Absetzen häufig nicht wieder auftreten und die Patientensicherheit durch die Vermeidung schwerer Nebenwirkungen wie zerebrovaskulärer Ereignisse erhöht wird. Zudem muss bei jeder Demenzdiagnose zwingend eine dokumentierte Sicherungsaufklärung bezüglich der Fahreignung erfolgen.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie umfasst die Basisdiagnostik Blutbild, Elektrolyte (Natrium, Kalium, Calcium), GOT, Gamma-GT, Kreatinin, Harnstoff, CRP, TSH, Vitamin B12 und die eGFR. Bei spezifischen Verdachtsdiagnosen wird eine gezielte Erweiterung der Laborparameter empfohlen.

Bei Verdacht auf eine leichte kognitive Störung (MCI) wird der Einsatz des Montreal Cognitive Assessment (MOCA) anstelle des Mini-Mental-Status-Tests (MMST) vorgeschlagen. Der MOCA weist in frühen Erkrankungsstadien eine höhere Sensitivität auf.

Eine Liquordiagnostik wird zum Ausschluss entzündlicher Gehirnerkrankungen sowie zur ätiologischen Differenzialdiagnostik primärer Demenzerkrankungen empfohlen. Dabei sollten die Biomarker Aβ42, Gesamt-Tau und pTau bestimmt werden, wenn das Ergebnis das klinische Management beeinflusst.

Bei leichter Demenz oder leichter kognitiver Störung liegt nicht grundsätzlich eine fehlende Fahreignung vor, sondern diese muss im Einzelfall geprüft werden. Es wird vorgeschlagen, die Fahreignung durch eine Kombination aus fahrbezogener Anamnese und neuropsychologischer Untersuchung zu beurteilen.

Bei Demenz und Dranginkontinenz wird der Einsatz von Trospium, Darifenacin oder Fesoterodin empfohlen. Auf Oxybutynin oder Tolterodin sollte aufgrund des Risikos einer kognitiven Verschlechterung verzichtet werden.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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