Typ-2-Diabetes: Metformin & Sulfonylharnstoff-Therapie
Hintergrund
Weltweit steigt die Zahl der Menschen mit Typ-2-Diabetes mellitus kontinuierlich an. Für die medikamentöse Behandlung wird häufig eine Kombinationstherapie aus Metformin und einem Sulfonylharnstoff der zweiten oder dritten Generation eingesetzt.
Ob diese spezifische Kombination im Vergleich zu anderen Antidiabetika besser oder schlechter wirkt, wird in der medizinischen Fachwelt diskutiert. Bisherige Beobachtungsstudien lieferten bezüglich kardiovaskulärer Risiken und Mortalität teils widersprüchliche Ergebnisse.
Der vorliegende Cochrane Review (2019) untersucht die Auswirkungen dieser Kombinationstherapie bei Erwachsenen. Ziel der Meta-Analyse ist es, patientenrelevante Endpunkte wie Mortalität, Lebensqualität und Komplikationen systematisch zu bewerten.
💡Praxis-Tipp
Bei der Wahl der Zweitlinientherapie nach Metformin sollte das signifikant erhöhte Hypoglykämie-Risiko unter Sulfonylharnstoffen bedacht werden. Laut Review treten unter dieser Kombination mehr Unterzuckerungen auf als bei allen anderen untersuchten Antidiabetika-Kombinationen. Dies ist besonders bei älteren Menschen mit Typ-2-Diabetes relevant, für die sehr strenge Blutzuckerziele oft nicht angemessen sind.
Häufig gestellte Fragen
Laut dem aktuellen Cochrane Review gibt es keine ausreichende Evidenz dafür, dass diese Kombination die Gesamtmortalität oder kardiovaskuläre Sterblichkeit im Vergleich zu anderen Therapien erhöht oder senkt. Die Datenlage ist hierzu sehr unsicher.
Der Review betont, dass unter der Kombination mit Sulfonylharnstoffen signifikant mehr Hypoglykämien auftreten als bei anderen Kombinationstherapien. Bei Metformin allein stehen gastrointestinale Beschwerden wie Durchfall im Vordergrund.
Die Meta-Analyse konnte keinen signifikanten Unterschied bezüglich Mortalität oder schwerwiegenden Ereignissen zwischen diesen beiden Kombinationen feststellen. Allerdings ist das Risiko für Unterzuckerungen bei der Gabe von Sulfonylharnstoffen nachweislich höher.
Ältere Annahmen stuften Metformin oft als riskant bezüglich Laktatazidosen ein. Der Review verweist jedoch auf neuere Auswertungen, die keinen Beweis für ein erhöhtes Risiko finden konnten.
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Quelle: Cochrane Review: Metformin and second- or third-generation sulphonylurea combination therapy for adults with type 2 diabetes mellitus (Cochrane, 2019). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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