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Ureterstent nach Ureteroskopie: Cochrane Review

Diese Leitlinie stammt aus 2019 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Cochrane (2019)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die Ureteroskopie mit Laserlithotripsie oder Steinextraktion ist ein Standardverfahren zur Behandlung von Nieren- und Harnleitersteinen. Der Eingriff ist jedoch unweigerlich mit einem gewissen Trauma des Ureters verbunden.

Dieses Trauma kann zu postoperativen Schwellungen, Obstruktionen und Flankenschmerzen führen. In der Folge können ungeplante Krankenhausaufenthalte oder sekundäre Interventionen notwendig werden.

Um diese Komplikationen zu vermeiden, wird in der urologischen Praxis häufig prophylaktisch ein temporärer Ureterstent eingelegt. Ein systematischer Cochrane Review aus dem Jahr 2019 evaluiert den tatsächlichen Nutzen dieser Maßnahme bei unkomplizierten Eingriffen.

Empfehlungen

Der Cochrane Review vergleicht die Ergebnisse nach unkomplizierter Ureteroskopie mit und ohne Stenteinlage. Die absoluten Effekte werden sowohl im positiven als auch im negativen Bereich als gering eingestuft.

Vergleich der klinischen Endpunkte

Klinischer EndpunktEffekt der StenteinlageEvidenzgrad (GRADE)
Schmerzen am OP-TagWahrscheinlich kein UnterschiedModerat
Schmerzen an Tag 1–3Kaum bis kein UnterschiedNiedrig
Schmerzen an Tag 4–30Möglicherweise stärkere SchmerzenSehr niedrig
Harnwegsinfektionen (bis 90 Tage)Wahrscheinlich kein relevanter UnterschiedModerat
Sekundäre InterventionenKaum bis kein UnterschiedNiedrig
Ungeplante WiedervorstellungMöglicherweise leichte ReduktionSehr niedrig
KrankenhausaufnahmeMöglicherweise leichte ReduktionNiedrig
Ureterstrikturen (bis 90 Tage)Möglicherweise leichte ReduktionSehr niedrig

Klinische Abwägung

  • Die Entscheidung für oder gegen einen Stent erfordert eine individuelle Abwägung der Vor- und Nachteile.

  • Die Autoren betonen, dass die vorliegende Evidenz überwiegend von niedriger oder sehr niedriger Qualität ist.

  • Wichtige Einflussfaktoren wie Steingröße, Steinlokalisation und die vorherige Dilatation des Ureters konnten aufgrund fehlender Daten nicht in Subgruppenanalysen ausgewertet werden.

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💡Praxis-Tipp

Der routinemäßige Einsatz von Ureterstents nach einer unkomplizierten Ureteroskopie bietet laut aktueller Evidenz keinen durchschlagenden klinischen Vorteil. Es wird darauf hingewiesen, dass Stents in der Spätphase (Tag 4 bis 30) sogar mit vermehrten Schmerzen assoziiert sein können. Die Indikation zur Stenteinlage sollte daher kritisch und fallbezogen gestellt werden.

Häufig gestellte Fragen

Laut dem Cochrane Review gibt es am Operationstag und in den ersten drei Tagen kaum Unterschiede in der Schmerzintensität. Zwischen dem 4. und 30. postoperativen Tag können Patienten mit Stent sogar stärkere Schmerzen haben.

Die Datenlage zeigt, dass die Rate an Harnwegsinfektionen bis zu 90 Tage postoperativ zwischen Patienten mit und ohne Stent wahrscheinlich nicht substanziell abweicht. Die Evidenz hierfür wird als moderat eingestuft.

Es zeigt sich laut Review kaum bis gar kein Unterschied in der Notwendigkeit für sekundäre Interventionen. Das Risiko für ungeplante Wiedervorstellungen oder Krankenhausaufnahmen ist durch einen Stent möglicherweise nur leicht reduziert.

Die Autoren des Reviews weisen darauf hin, dass Steingröße, Steinlokalisation und eine erfolgte Ureterdilatation wichtige modifizierende Faktoren sein könnten. Aufgrund unzureichender Studiendaten konnten diese Aspekte jedoch nicht abschließend bewertet werden.

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Quelle: Cochrane Review: Ureteral stent versus no ureteral stent for ureteroscopy in the management of renal and ureteral calculi (Cochrane, 2019). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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