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Postoperative Schmerzen bei Neugeborenen: Cochrane Review

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Cochrane (2023)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Neugeborene benötigen häufig chirurgische Eingriffe aufgrund von Fehlbildungen wie Zwerchfellhernien, Gastroschisis oder Komplikationen der Frühgeburtlichkeit wie nekrotisierender Enterokolitis. Zur Behandlung postoperativer Schmerzen werden oft systemische Opioide wie Morphin, Fentanyl oder Remifentanil eingesetzt.

Es bestehen jedoch Bedenken hinsichtlich möglicher negativer Auswirkungen von Opioiden auf die Struktur und Funktion des sich entwickelnden Gehirns. Daher ist eine genaue Bewertung der Nutzen und Risiken dieser Medikamente bei Neugeborenen von großer Bedeutung.

Dieser Cochrane Review evaluiert die Evidenz aus randomisierten kontrollierten Studien (RCTs) zur Wirksamkeit und Sicherheit von systemischen Opioiden im Vergleich zu Placebo, anderen Analgetika oder nicht-pharmakologischen Interventionen.

Empfehlungen

Der Cochrane Review schließt vier Studien mit insgesamt 331 Säuglingen ein, die sich größeren chirurgischen Eingriffen unterzogen. Die Evidenz für alle untersuchten Endpunkte wird aufgrund von Ungenauigkeiten und Studienlimitationen als sehr niedrig eingestuft.

Die Autoren fassen die untersuchten Vergleiche und deren Evidenzlage wie folgt zusammen:

VergleichUntersuchte MedikamenteEffekt auf MortalitätEffekt auf Schmerz-Scores
Opioide vs. PlaceboTramadol / TapentadolSehr unsicherKeine Daten
Opioid vs. OpioidFentanyl vs. TramadolSehr unsicherKeine Daten
Opioide vs. andere AnalgetikaMorphin vs. ParacetamolKeine DatenSehr unsicher (COMFORT-Score)
Opioide vs. Nicht-pharmakologischKeine Studien vorhandenKeine DatenKeine Daten

Detaillierte Ergebnisse der Vergleiche

  • Bei dem Vergleich von Tramadol oder Tapentadol mit Placebo fehlen laut Review jegliche Daten zu Schmerzen oder langfristigen neurologischen Entwicklungsergebnissen.

  • Auch beim direkten Vergleich von Fentanyl und Tramadol wurden keine Daten zu Schmerzwerten, Frühgeborenen-Retinopathie oder intraventrikulären Blutungen berichtet.

  • In der Studie zu Morphin versus Paracetamol besteht eine sehr hohe Unsicherheit bezüglich der Schmerzreduktion.

  • Zu den kritischen Endpunkten wie der kognitiven Entwicklung im Alter von über fünf Jahren liegen für keine der Interventionen Daten vor.

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💡Praxis-Tipp

Der Cochrane Review verdeutlicht, dass die Evidenzbasis für den routinemäßigen Einsatz von Opioiden bei postoperativen Schmerzen von Neugeborenen extrem limitiert ist. Es wird darauf hingewiesen, dass für kritische Endpunkte wie die langfristige neurologische Entwicklung oder intraventrikuläre Blutungen derzeit keine belastbaren Daten aus randomisierten Studien vorliegen.

Häufig gestellte Fragen

Laut dem Cochrane Review kommen Morphin, Fentanyl und Remifentanil am häufigsten zum Einsatz. Die Evidenz für deren Überlegenheit gegenüber anderen Analgetika ist jedoch stark limitiert.

Der Review stellt fest, dass die Evidenz hierzu sehr unsicher ist. In der einzigen eingeschlossenen Studie zeigte sich kein klarer Vorteil von Morphin gegenüber Paracetamol bei den COMFORT-Schmerz-Scores.

Die Autoren des Reviews betonen, dass in den eingeschlossenen Studien keine Daten zur langfristigen neurologischen Entwicklung oder zu kognitiven Ergebnissen bei Kindern über fünf Jahren berichtet wurden. Es bestehen jedoch generelle Bedenken hinsichtlich möglicher negativer Effekte auf das sich entwickelnde Gehirn.

Gemäß der analysierten Datenlage ist der Effekt von Fentanyl auf die Gesamtmortalität im Vergleich zu Tramadol sehr unsicher. Die Evidenzqualität wird für diesen Endpunkt als sehr niedrig eingestuft.

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Quelle: Cochrane Review: Systemic opioids versus other analgesics and sedatives for postoperative pain in neonates (Cochrane, 2023). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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