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Neonatales Abstinenzsyndrom (NAS): Opioid-Therapie

Diese Leitlinie stammt aus 2021 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Cochrane (2021)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Das neonatale Abstinenzsyndrom (NAS) entsteht durch den Entzug von Opioiden bei Neugeborenen, deren Mütter opiatabhängig sind.

Zu den klinischen Folgen des NAS gehören Schlaf-Wach-Störungen, Fütterungsschwierigkeiten, Gewichtsverlust und Krampfanfälle. Zudem kann die Mutter-Kind-Beziehung beeinträchtigt werden und es drohen neurologische Entwicklungsstörungen.

Der vorliegende Cochrane Review (2021) untersucht die Wirksamkeit und Sicherheit von Opioiden zur Behandlung des NAS im Vergleich zu supportiven Maßnahmen, anderen Opioiden und Sedativa.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Der Review hebt hervor, dass der Einsatz von Opioiden im Vergleich zu Sedativa wie Phenobarbital das Risiko eines Therapieversagens beim neonatalen Abstinenzsyndrom deutlich senkt. Es wird jedoch darauf hingewiesen, dass eine Morphin-Dosierung von mindestens 0,5 mg/kg/Tag erforderlich ist, um diesen Vorteil gegenüber Phenobarbital zu erzielen. Zudem sollte berücksichtigt werden, dass eine Opioidtherapie im Vergleich zu rein supportiven Maßnahmen die Hospitalisationsdauer verlängern kann.

Häufig gestellte Fragen

Der Cochrane Review zeigt, dass Opioide das Therapieversagen im Vergleich zu Sedativa wie Phenobarbital oder Diazepam reduzieren. Die Wahl des spezifischen Opioids hat dabei kaum Einfluss auf die Erfolgsrate der Behandlung.

Laut den ausgewerteten Daten verkürzt Buprenorphin wahrscheinlich die Behandlungs- und Hospitalisationsdauer im Vergleich zu Morphin. Es wird jedoch betont, dass die Evidenz zur Sicherheit von Buprenorphin bei Neugeborenen noch unzureichend ist.

Die Auswertung zeigt, dass Neugeborene unter einer Morphintherapie ihr Geburtsgewicht schneller wieder erreichen als unter rein supportiven Maßnahmen. Gleichzeitig verlängert sich jedoch die Gesamtdauer des Krankenhausaufenthalts.

Eine Subgruppenanalyse des Reviews deutet darauf hin, dass Morphin in einer Dosierung von mindestens 0,5 mg/kg/Tag das Therapieversagen gegenüber Phenobarbital reduziert. Bei niedrigeren Dosierungen konnte dieser Effekt nicht nachgewiesen werden.

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Quelle: Cochrane Review: Opioid treatment for opioid withdrawal in newborn infants (Cochrane, 2021). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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