CochraneIa2023

Tanz-Bewegungstherapie bei Demenz: Cochrane Review

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Cochrane (2023)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Demenz ist ein Syndrom, das durch kognitive Beeinträchtigungen, Gedächtnisverlust und Verhaltensänderungen gekennzeichnet ist. Weltweit sind etwa 55 Millionen Menschen betroffen.

Neben medikamentösen Ansätzen gewinnen nicht-pharmakologische Interventionen zunehmend an Bedeutung. Die Tanz-Bewegungstherapie (DMT) ist eine psychologische Intervention, die körperliche, emotionale und soziale Prozesse integriert.

Der vorliegende Cochrane Review (2023) untersucht die Wirksamkeit der Tanz-Bewegungstherapie bei Menschen mit Demenz. Ziel ist der Vergleich mit Standardversorgung, reinem Bewegungstraining oder dem Verbleib auf einer Warteliste.

Empfehlungen

Der Review schließt lediglich eine randomisiert-kontrollierte Studie (RCT) mit 204 Teilnehmenden ein. Die Evidenz wird für alle Endpunkte als niedrig bis sehr niedrig eingestuft.

Kognition und Verhalten

Laut Review zeigt die Tanz-Bewegungstherapie im Vergleich zu einer Warteliste oder einem Bewegungstraining kaum bis keine Unterschiede bei neuropsychiatrischen Symptomen.

Auch bei der kognitiven Funktion lassen sich keine statistisch signifikanten Unterschiede zwischen den Gruppen nachweisen (niedrige Vertrauenswürdigkeit der Evidenz).

Depression

Es wird berichtet, dass die Intervention zu einer leichten Reduktion von depressiven Symptomen führen kann.

Dieser potenziell positive Effekt zeigte sich sowohl gegenüber der Warteliste als auch gegenüber reinem Bewegungstraining.

Die leichte Besserung der Depressionswerte blieb in der untersuchten Studie auch drei und neun Monate nach Therapieende bestehen.

Vergleich der Endpunkte

EndpunktVergleich zu WartelisteVergleich zu BewegungstrainingVertrauenswürdigkeit (GRADE)
Neuropsychiatrische SymptomeKein relevanter UnterschiedKein relevanter UnterschiedNiedrig
Kognitive FunktionKein signifikanter EffektKein signifikanter EffektNiedrig
DepressionLeichte ReduktionLeichte ReduktionNiedrig
Soziale FunktionSehr unsichere EvidenzSehr unsichere EvidenzSehr niedrig

Forschungslücken

Die Autoren schlussfolgern, dass aufgrund der geringen Studienanzahl keine festen Empfehlungen für die klinische Praxis abgeleitet werden können.

Es wird betont, dass weitere qualitativ hochwertige RCTs erforderlich sind, um den klinischen Nutzen der Tanz-Bewegungstherapie abschließend zu bewerten.

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💡Praxis-Tipp

Obwohl die Tanz-Bewegungstherapie bei Demenz einen ganzheitlichen Ansatz bietet, weist der Review auf eine unzureichende Evidenzbasis für signifikante kognitive Verbesserungen hin. Es wird hervorgehoben, dass der vielversprechendste, wenn auch geringe Effekt im Bereich der Depressionslinderung liegt. Bei der Therapieplanung sollte beachtet werden, dass die klinische Relevanz dieses Effekts im Alltag der Betroffenen noch unklar ist.

Häufig gestellte Fragen

Laut Review gibt es derzeit keine Evidenz dafür, dass eine Tanz-Bewegungstherapie die kognitive Funktion oder das Gedächtnis signifikant verbessert. Die untersuchten Daten zeigten keine statistisch relevanten Unterschiede zu den Kontrollgruppen.

Es wird berichtet, dass die Therapie möglicherweise eine leichte Reduktion von depressiven Symptomen bewirken kann. Dieser Effekt war in der eingeschlossenen Studie auch Monate nach Therapieende noch messbar.

Die Vertrauenswürdigkeit der aktuellen Evidenz wird als niedrig bis sehr niedrig eingestuft. Der Cochrane Review konnte nur eine einzige randomisiert-kontrollierte Studie identifizieren, die den strengen Einschlusskriterien entsprach.

Bei kognitiven und neuropsychiatrischen Symptomen zeigte sich kein Unterschied zwischen Tanztherapie und reinem Bewegungstraining. Lediglich bei der Beurteilung von Depressionen ergab sich ein möglicher leichter Vorteil für die Tanz-Bewegungstherapie.

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Quelle: Cochrane Review: Dance movement therapy for dementia (Cochrane, 2023). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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