XLH: Wachstumshormontherapie bei Kindern und Evidenz

Diese Leitlinie stammt aus 2021 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Cochrane (2021)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die X-chromosomale Hypophosphatämie (XLH) wird konventionell mit oralem Phosphat und Calcitriol behandelt. Diese Therapie kann zwar eine Rachitis heilen, führt jedoch nicht immer zu einem signifikanten Anstieg der Serumphosphatkonzentration oder einer Normalisierung des Längenwachstums.

Einige klinische Studien deuten darauf hin, dass die zusätzliche Gabe von rekombinanten humanen Wachstumshormonen (rhGH) die Wachstumsgeschwindigkeit, die Phosphatretention und die Knochenmineraldichte verbessern könnte. Andere Untersuchungen weisen jedoch darauf hin, dass ein bereits bestehender disproportionaler Minderwuchs durch die Therapie verstärkt werden könnte.

Dieser Artikel basiert auf dem Abstract eines systematischen Cochrane Reviews. Ziel des Reviews war es, die Auswirkungen einer rhGH-Therapie auf das Längenwachstum, den Mineralstoffwechsel und mögliche Nebenwirkungen bei Kindern mit XLH zu bewerten.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Der Review weist darauf hin, dass eine Therapie mit Wachstumshormonen bei Kindern mit X-chromosomaler Hypophosphatämie einen vorbestehenden disproportionalen Minderwuchs möglicherweise verschlechtern kann. Da die aktuelle Evidenz für einen klaren klinischen Nutzen unzureichend ist, wird ein routinemäßiger Einsatz von rhGH in dieser Indikation derzeit nicht empfohlen.

Häufig gestellte Fragen

Laut dem Cochrane Review gibt es derzeit nicht genügend hochwertige Evidenz, um den Einsatz von Wachstumshormonen bei Kindern mit XLH zu empfehlen. Zwar zeigten sich in Studien mögliche initiale Verbesserungen beim Längenwachstum, diese waren jedoch im Langzeitverlauf nach drei Jahren nicht mehr signifikant.

Die Auswirkungen auf den Mineralstoffwechsel sind unklar. Der Review stuft die Evidenz dafür, ob Wachstumshormone die Serumphosphatspiegel oder die tubuläre Phosphatrückresorption verbessern, als sehr niedrig ein.

In den untersuchten Studien wurde die Behandlung als möglicherweise gut verträglich eingestuft, wobei nur vorübergehende Nebenwirkungen auftraten. Es wird jedoch im Hintergrund des Reviews davor gewarnt, dass ein bestehender disproportionaler Minderwuchs potenziell verstärkt werden könnte.

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Quelle: Cochrane Review: Recombinant growth hormone therapy for X-linked hypophosphatemia in children (Cochrane, 2021). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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