Ernährungsbedingte Rachitis: Vitamin D/Calcium-Therapie
Hintergrund
Ernährungsbedingte Rachitis ist eine Erkrankung, die vor allem Kinder in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen betrifft. Sie führt zu einer fehlerhaften Mineralisierung der wachsenden Knochen, was Skelettdeformierungen und Wachstumsstörungen zur Folge hat.
Die häufigste Ursache ist ein Mangel an Vitamin D, weshalb die Gabe von Vitamin D mit oder ohne Calcium als Grundpfeiler der Behandlung gilt. In einigen sonnenreichen Ländern wird jedoch auch Calcium allein eingesetzt, da ein primäres Calciumdefizit bei ausreichender Eigensynthese von Vitamin D vorliegen kann.
Dieser systematische Cochrane-Review untersucht die Wirksamkeit von Vitamin D, Calcium oder einer Kombination beider Substanzen zur Behandlung der ernährungsbedingten Rachitis bei Kindern im Alter von 0 bis 18 Jahren.
💡Praxis-Tipp
Der Cochrane-Review weist darauf hin, dass die alleinige Gabe von Vitamin D bei ernährungsbedingter Rachitis möglicherweise weniger effektiv ist als eine Kombination mit Calcium oder die alleinige Calciumgabe. Es wird betont, dass insbesondere in Regionen mit primärem Calciummangel die reine Vitamin-D-Substitution nicht zum gewünschten Therapieerfolg führen könnte.
Häufig gestellte Fragen
Laut Cochrane-Review verbessern sowohl Calcium allein als auch die Kombination aus Vitamin D und Calcium die Heilung im Vergleich zu Vitamin D allein. Die Vertrauenswürdigkeit dieser Evidenz wird jedoch als niedrig eingestuft.
Der Review berichtet von asymptomatischer Hyperkalzämie und Hyperkalziurie als mögliche unerwünschte Ereignisse. Aufgrund der sehr niedrigen Evidenzqualität können jedoch keine sicheren Schlüsse über die tatsächliche Häufigkeit gezogen werden.
Die eingeschlossenen Studien liefern keine schlüssige Evidenz dafür, dass eine der untersuchten Interventionen das Risiko für Frakturen signifikant senkt. Der Review bewertet die Datenlage hierzu als sehr unsicher.
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Quelle: Cochrane Review: Vitamin D, calcium or a combination of vitamin D and calcium for the treatment of nutritional rickets in children (Cochrane, 2020). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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