Winterdepression (SAD): Psychotherapie zur Prävention
Hintergrund
Die saisonal-affektive Störung (SAD), umgangssprachlich oft als Winterdepression bezeichnet, ist durch wiederkehrende depressive Episoden in den Herbst- und Wintermonaten gekennzeichnet. Im Frühjahr oder Sommer kommt es typischerweise zu einer Remission der Symptome.
Die Prävalenz der Erkrankung variiert je nach Breitengrad und liegt in nördlichen Regionen bei bis zu zehn Prozent. Ein wesentliches Merkmal der SAD ist das hohe Rezidivrisiko, da etwa zwei Drittel der Betroffenen im Folgejahr erneut erkranken.
Aufgrund des vorhersehbaren saisonalen Auftretens bietet die Erkrankung ein vielversprechendes Zeitfenster für präventive Maßnahmen. Psychologische Interventionen zielen darauf ab, maladaptive Kognitionen und Verhaltensweisen zu verändern, die zur Entstehung der Depression beitragen.
💡Praxis-Tipp
Da die Evidenz für Psychotherapien zur reinen Prävention der Winterdepression laut Cochrane Review unzureichend ist, wird eine stark individualisierte Therapieentscheidung empfohlen. Es wird hervorgehoben, dass die Präferenzen der Betroffenen sowie die Aufklärung über alternative, evidenzbasierte Präventionsmöglichkeiten im Vordergrund stehen sollten.
Häufig gestellte Fragen
Laut dem Cochrane Review ist die Wirksamkeit derzeit unklar. Es gibt nicht genügend qualitativ hochwertige Studien, um den Nutzen oder mögliche Schäden abschließend zu beurteilen.
Der Review konnte lediglich eine einzige Studie identifizieren, die die Einschlusskriterien erfüllte. Diese untersuchte die achtsamkeitsbasierte kognitive Therapie (MBCT) im Vergleich zur Standardversorgung.
Der Review verweist darauf, dass bei der Behandlungsplanung andere Interventionen mit besserer Evidenzlage berücksichtigt werden sollten. Dazu zählen beispielsweise bestimmte Antidepressiva oder die Lichttherapie, wobei die Entscheidung stets individuell getroffen werden muss.
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Quelle: Cochrane Review: Psychological therapies for preventing seasonal affective disorder (Cochrane, 2019). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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