Psychologische Interventionen bei Brustkrebs: Cochrane
Hintergrund
Diese Zusammenfassung basiert auf dem Abstract des Cochrane Reviews von 2023.
Brustkrebs ist die weltweit am häufigsten auftretende Krebserkrankung bei Frauen. Die Diagnose stellt eine erhebliche psychische Belastung dar und geht häufig mit erhöhten Raten von Depressionen, Ängsten sowie einer verminderten Lebensqualität einher.
Aufgrund dieser psychologischen Folgeerscheinungen wurden in der Vergangenheit zahlreiche Studien zur Wirksamkeit psychologischer Interventionen durchgeführt. Der vorliegende systematische Review stellt ein Update einer erstmals 2015 veröffentlichten Übersichtsarbeit dar.
Es wurden insgesamt 60 randomisierte kontrollierte Studien mit 7.998 Teilnehmerinnen ausgewertet. Eingeschlossen wurden ausschließlich Frauen mit nicht-metastasiertem Brustkrebs.
Empfehlungen
Der Cochrane Review analysiert verschiedene psychologische Interventionen und deren Auswirkungen auf die psychische Gesundheit.
Art der Interventionen
Laut Review wurden unterschiedlichste psychologische Ansätze evaluiert. Die am häufigsten untersuchten Interventionen umfassen:
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Kognitive und achtsamkeitsbasierte Verfahren
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Unterstützend-expressive Therapien
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Edukative Ansätze
Es wird berichtet, dass die meisten Interventionen im direkten Kontakt (Face-to-Face) und in Gruppenformaten stattfanden. Die Sitzungen wurden überwiegend wöchentlich mit einer durchschnittlichen Gesamtdauer von 14 Stunden durchgeführt.
Klinische Endpunkte
Die Meta-Analyse zeigt, dass psychologische Interventionen günstige Effekte auf verschiedene psychologische Parameter haben können. Die Evidenz für alle untersuchten Endpunkte wird jedoch als niedrig (low-certainty evidence) eingestuft.
Zudem wird eine erhebliche Heterogenität zwischen den Studien bezüglich der Kontrollbedingungen und der Messmethoden beschrieben.
| Endpunkt | Effekt (SMD) | Evidenzgrad |
|---|---|---|
| Depression | -0,27 (Reduktion) | Niedrig |
| Angst | -0,43 (Reduktion) | Niedrig |
| Stimmungsstörungen | -0,18 (Reduktion) | Niedrig |
| Stress | -0,34 (Reduktion) | Niedrig |
| Lebensqualität | +0,78 (Verbesserung) | Niedrig |
Unerwünschte Ereignisse wurden in keiner der eingeschlossenen Studien berichtet.
💡Praxis-Tipp
Der Review hebt hervor, dass psychologische Interventionen bei Brustkrebs überwiegend in Gruppenformaten und im direkten Kontakt (Face-to-Face) durchgeführt werden. Es wird darauf hingewiesen, dass trotz der messbaren positiven Effekte auf Lebensqualität und psychische Symptome die zugrundeliegende Evidenz aufgrund von erheblicher Studienheterogenität als niedrig eingestuft wird.
Häufig gestellte Fragen
Laut Cochrane Review werden am häufigsten kognitive, achtsamkeitsbasierte, unterstützend-expressive und edukative Ansätze eingesetzt. Diese finden meist in Gruppen und im direkten Kontakt statt.
Der Review berichtet, dass die meisten untersuchten Interventionen wöchentlich durchgeführt wurden. Die durchschnittliche Gesamtdauer der Interventionen betrug dabei 14 Stunden.
Es wird beschrieben, dass psychologische Interventionen die Lebensqualität bei Frauen mit nicht-metastasiertem Brustkrebs wahrscheinlich verbessern. Die Evidenz hierfür wird jedoch als niedrig eingestuft.
In den 60 ausgewerteten Studien des Reviews wurden keine unerwünschten Ereignisse im Zusammenhang mit den psychologischen Interventionen berichtet.
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Quelle: Cochrane Review: Psychological interventions for women with non-metastatic breast cancer (Cochrane, 2023). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.