Trichotillomanie: Pharmakotherapie und Evidenzlage

Diese Leitlinie stammt aus 2021 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Cochrane (2021)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Trichotillomanie ist eine psychische Störung, die durch das wiederholte Ausreißen der eigenen Haare gekennzeichnet ist. Dies führt bei den Betroffenen oft zu erheblichem Leidensdruck und Einschränkungen im Alltag.

Der vorliegende Cochrane Review aus dem Jahr 2021 untersucht die Wirksamkeit verschiedener medikamentöser Ansätze. Es wurden Daten von Erwachsenen, Kindern und Jugendlichen ausgewertet, um die Effekte im Vergleich zu Placebo oder anderen Medikamenten zu bewerten.

Insgesamt wurden zwölf randomisiert-kontrollierte Studien mit meist kleinen Fallzahlen eingeschlossen. Die Evidenzlage wird von den Autoren aufgrund der geringen Studiengrößen und methodischen Einschränkungen insgesamt als limitiert eingestuft.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Der Cochrane Review betont, dass es derzeit keine medikamentöse Standardtherapie für die Trichotillomanie mit hoher Evidenz gibt. Es wird darauf hingewiesen, dass N-Acetylcystein, Olanzapin und Clomipramin bei Erwachsenen die vielversprechendsten Ansätze darstellen. Bei Kindern und Jugendlichen konnte bisher für kein Medikament ein signifikanter Nutzen belegt werden.

Häufig gestellte Fragen

Laut Cochrane Review gibt es keine Substanz mit ausreichend hoher Evidenz für eine generelle Empfehlung. Vorläufige Daten deuten jedoch auf einen möglichen Nutzen von N-Acetylcystein, Olanzapin und Clomipramin bei Erwachsenen hin.

Bei Erwachsenen zeigt N-Acetylcystein laut Review eine wahrscheinlich höhere Ansprechrate als Placebo (moderate Evidenz). Bei Kindern und Jugendlichen konnte hingegen kein Unterschied zu Placebo festgestellt werden.

Der Review fand keine ausreichenden Daten zur Wirksamkeit von selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmern (SSRI) bezüglich der Ansprechrate. Es zeigte sich lediglich, dass die Abbruchraten aufgrund von Nebenwirkungen ähnlich wie bei Placebo waren.

Die Auswertung einer einzelnen Studie zu Olanzapin zeigte ein möglicherweise deutlich besseres Ansprechen im Vergleich zu Placebo. Die Autoren stufen die Evidenz hierfür jedoch als niedrig ein.

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Quelle: Cochrane Review: Pharmacotherapy for trichotillomania (Cochrane, 2021). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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