PTBS: Pharmakotherapie (SSRI, Mirtazapin, Amitriptylin)
Hintergrund
Die Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) ist eine weit verbreitete und stark einschränkende psychiatrische Erkrankung. Spezifische psychobiologische Dysfunktionen bei den Betroffenen haben das Interesse an medikamentösen Behandlungsansätzen in den letzten Jahren deutlich ansteigen lassen.
Dieser Artikel basiert auf einem systematischen Cochrane Review aus dem Jahr 2022. Die Meta-Analyse untersucht die Wirksamkeit verschiedener Medikamentenklassen zur Reduktion von PTBS-Symptomen bei Erwachsenen.
Insgesamt wurden 66 randomisierte kontrollierte Studien (RCTs) mit über 7.400 Teilnehmern in die Auswertung einbezogen. Die Behandlungsdauer in den untersuchten Studien variierte zwischen 13 Tagen und 28 Wochen.
💡Praxis-Tipp
Der Review weist darauf hin, dass unter einer Therapie mit SSRI (insbesondere Paroxetin) eine leicht erhöhte Rate an Therapieabbrüchen aufgrund unerwünschter Ereignisse zu verzeichnen ist. Dennoch wird betont, dass die absolute Abbruchquote mit 9 % insgesamt gering ausfällt. Es wird daher nahegelegt, die Therapieadhärenz zu Beginn einer SSRI-Behandlung engmaschig zu begleiten.
Häufig gestellte Fragen
Laut dem Cochrane Review gelten Selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) als Erstlinientherapie bei der Posttraumatischen Belastungsstörung. Die Auswertung zeigt, dass sie die Symptome bei der Mehrheit der Behandelten signifikant verbessern.
Der Review konnte keine Evidenz für einen Nutzen von Antipsychotika zur Besserung von PTBS-Symptomen im Vergleich zu Placebo finden. Die Datenlage hierzu wird als sehr niedrig eingestuft.
Es wird berichtet, dass Mirtazapin die PTBS-Symptome verbessern kann. Diese Erkenntnis basiert jedoch auf einer niedrigen Evidenzqualität und kleineren Studienpopulationen.
Die absolute Rate der Therapieabbrüche aufgrund von Nebenwirkungen liegt unter SSRI bei etwa 9 %. Obwohl das Risiko für einen Abbruch im Vergleich zu Placebo leicht erhöht ist, wird die Quote insgesamt als gering bewertet.
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Quelle: Cochrane Review: Pharmacotherapy for post traumatic stress disorder (PTSD) (Cochrane, 2022). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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