PDA bei Frühgeborenen: Paracetamol-Therapie & Evidenz

Diese Leitlinie stammt aus 2022 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Cochrane (2022)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Ein persistierender Ductus arteriosus (PDA) ist eine häufige Komplikation bei Frühgeborenen und Säuglingen mit niedrigem Geburtsgewicht. Die Standardbehandlung umfasst abwartendes Verhalten, chirurgische Eingriffe oder die medikamentöse Therapie mit nicht-selektiven Cyclooxygenase-Hemmern.

Dieser Cochrane Review aus dem Jahr 2022 untersucht die Wirksamkeit und Sicherheit von Paracetamol als alternative Behandlungsstrategie. Es wird evaluiert, ob Paracetamol als Monotherapie oder in Kombination für die Prophylaxe oder Behandlung eines echokardiografisch diagnostizierten PDA geeignet ist.

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💡Praxis-Tipp

Laut dem Review bietet Paracetamol eine vergleichbare Wirksamkeit wie Ibuprofen oder Indometacin beim PDA-Verschluss. Es wird jedoch darauf hingewiesen, dass bei der Wahl von Paracetamol gegenüber Indometacin möglicherweise ein geringeres Risiko für eine nekrotisierende Enterokolitis (NEC) besteht. Für extrem unreife Frühgeborene (unter 28 Wochen) ist die Datenlage laut den Autoren noch unzureichend.

Häufig gestellte Fragen

Laut dem Cochrane Review gibt es wahrscheinlich keinen relevanten Unterschied in der Wirksamkeit zwischen Paracetamol und Ibuprofen. Beide Wirkstoffe zeigen ähnliche Raten beim erfolgreichen Verschluss des Ductus arteriosus.

Die Verschlussraten sind bei beiden Medikamenten vergleichbar. Der Review weist jedoch darauf hin, dass die Rate an nekrotisierender Enterokolitis (NEC) unter Paracetamol möglicherweise geringer ist als unter Indometacin.

Eine frühe Behandlung innerhalb der ersten 14 Lebenstage oder eine prophylaktische Gabe ist laut den Daten wirksamer als Placebo. Bei einem späten Beginn ab dem 14. Lebenstag zeigt sich hingegen kein klarer Vorteil mehr.

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Quelle: Cochrane Review: Paracetamol (acetaminophen) for patent ductus arteriosus in preterm or low birth weight infants (Cochrane, 2022). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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