Nierentransplantation: Maschinenperfusion und Prognose

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Cochrane (2024)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Nierenversagen erfordert als optimale Therapie eine Nierentransplantation. Bei Organen von verstorbenen Spendern kommt es jedoch im Vergleich zu Lebendspenden häufiger zu einer verzögerten Funktionsaufnahme (Delayed Graft Function, DGF) oder einer primären Nichtfunktion.

Traditionell werden Spendernieren während des Transports auf Eis gelagert, was als statische Kaltlagerung (SCS) bezeichnet wird. Um ischämische Schäden zu minimieren und die Organqualität zu erhalten, wurden neue Technologien wie die hypothermische (HMP) und normothermische Maschinenperfusion (NMP) entwickelt.

Ein aktueller Cochrane Review aus dem Jahr 2024 untersucht die Wirksamkeit dieser Perfusionsmethoden. Dabei werden die klinischen Ergebnisse nach der Transplantation sowie die Wirtschaftlichkeit im Vergleich zur Standardversorgung analysiert.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Der Cochrane Review betont, dass der Zeitpunkt der Maschinenperfusion entscheidend für den klinischen Erfolg ist. Es wird hervorgehoben, dass nur die kontinuierliche Perfusion vom Spenderkrankenhaus bis zum Empfängerzentrum signifikante Vorteile bietet. Kurze end-ischämische Perfusionsphasen nach einem Transport auf Eis zeigen laut den Studiendaten keinen Zusatznutzen.

Häufig gestellte Fragen

Laut dem Cochrane Review reduziert die kontinuierliche hypothermische Maschinenperfusion das Risiko einer verzögerten Funktionsaufnahme der Niere. Zudem wird das Transplantatüberleben im Vergleich zur einfachen Lagerung auf Eis signifikant verbessert.

Die Meta-Analyse zeigt, dass die Zugabe von Sauerstoff bei Spendern nach Kreislaufstillstand (DCD), die älter als 50 Jahre sind, zusätzliche Vorteile bringt. Es wird eine weitere Verbesserung der Nierenfunktion und eine Reduktion von Abstoßungsreaktionen beschrieben.

Eine kurze, einstündige normothermische Perfusion nach dem Transport auf Eis zeigt laut den vorliegenden Daten keine wesentlichen klinischen Vorteile gegenüber der reinen Kaltlagerung. Im indirekten Vergleich schneidet sie beim Transplantatüberleben sogar schlechter ab als die kontinuierliche kalte Perfusion.

Der Review zitiert ökonomische Analysen, die zeigen, dass die hypothermische Maschinenperfusion trotz der höheren initialen Gerätekosten insgesamt kostensparend ist. Dies liegt primär an der reduzierten Rate an verzögerten Funktionsaufnahmen und dem damit geringeren Dialysebedarf.

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Quelle: Cochrane Review: Normothermic and hypothermic machine perfusion preservation versus static cold storage for deceased donor kidney transplantation (Cochrane, 2024). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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