Maschinenperfusion (HOPE): Lebertransplantatüberleben
Hintergrund
Die Lebertransplantation stellt oft die einzige kurative Therapie bei terminalen Lebererkrankungen oder akutem Leberversagen dar. Aufgrund des Organmangels werden zunehmend suboptimale Spenderlebern verwendet.
Traditionell erfolgt die Konservierung der Spenderorgane durch statische Kaltlagerung (SCS). Um Ischämie-Reperfusionsschäden zu minimieren und die Organqualität zu verbessern, wurden neue Technologien zur Maschinenperfusion entwickelt.
Dieser Cochrane Review evaluiert die Effekte verschiedener Perfusionsmethoden. Dazu zählen die hypotherme oxygenierte Maschinenperfusion (HOPE) und die normotherme Maschinenperfusion (NMP) im Vergleich zur Standard-Kaltlagerung.
💡Praxis-Tipp
Bei der Entscheidung zur Transplantation einer Leber nach Herzstillstand (DCD) oder Hirntod (DBD) bietet die end-ischämische HOPE laut Review überlegene klinische Ergebnisse gegenüber der reinen Kaltlagerung. Es wird hervorgehoben, dass NMP zwar die Organausnutzung verbessert, aber keine vergleichbaren Belege für ein besseres Transplantatüberleben liefert.
Häufig gestellte Fragen
Laut Cochrane Review verbessert die hypotherme oxygenierte Maschinenperfusion (HOPE) das Transplantatüberleben signifikant. Zudem reduziert sie schwerwiegende unerwünschte Ereignisse und ischämische biliäre Komplikationen im Vergleich zur Kaltlagerung.
Der Review stellt fest, dass ein Vorteil für das Gesamtüberleben der Empfänger bisher ungewiss ist. Die Evidenzqualität hierfür wird sowohl für HOPE als auch für NMP als niedrig bis sehr niedrig eingestuft.
Die NMP zeigt laut Review keine signifikanten Vorteile beim Transplantatüberleben gegenüber der Kaltlagerung. Sie ist jedoch mit einer besseren Organausnutzung und einer geringeren Verwerfungsrate von Spenderlebern assoziiert.
Bei Spenderlebern nach Herzstillstand (DCD) reduziert die HOPE-Methode das Risiko für eine klinisch signifikante ischämische Cholangiopathie. Dies wird im Review mit hoher Evidenzqualität belegt.
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Quelle: Cochrane Review: Machine perfusion in liver transplantation (Cochrane, 2023). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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