Metformin bei PCOS: Ovulationsinduktion und Therapie
Hintergrund
Das Polyzystische Ovarsyndrom (PCOS) ist durch seltene oder fehlende Eisprünge, erhöhte Androgenspiegel und Hyperinsulinämie gekennzeichnet. Die Hyperinsulinämie entsteht als Folge einer Insulinresistenz.
Diese Stoffwechselveränderungen sind mit einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes mellitus verbunden. Insulinsensitizer wie Metformin können daher ein therapeutischer Ansatz sein, um die anovulatorischen Zyklen zu behandeln.
Dieser Cochrane Review aus dem Jahr 2019 untersucht die Wirksamkeit und Sicherheit von Metformin zur Ovulationsinduktion bei Frauen mit PCOS. Dabei wird Metformin als Monotherapie oder in Kombinationstherapie mit anderen Wirkstoffen bewertet.
💡Praxis-Tipp
Der Review unterstreicht die Wichtigkeit, die Therapieergebnisse nach dem Body-Mass-Index (BMI) zu stratifizieren. Es wird darauf hingewiesen, dass adipöse Frauen unter einer Metformin-Monotherapie im Vergleich zu Clomifen schlechtere Schwangerschaftsraten aufweisen könnten, während nicht-adipöse Frauen möglicherweise davon profitieren.
Häufig gestellte Fragen
Laut Cochrane Review kann Metformin die Lebendgeburtenrate im Vergleich zu Placebo möglicherweise verbessern. Die Evidenzqualität hierfür wird jedoch als niedrig eingestuft.
Der Review zeigt, dass unter Metformin signifikant häufiger gastrointestinale Nebenwirkungen auftreten. Dies gilt sowohl für die Monotherapie als auch für die Kombination mit Clomifen.
Es ist laut den Daten ungewiss, ob die Kombination die Lebendgeburtenrate weiter steigert. Es zeigen sich jedoch wahrscheinlich höhere Raten an klinischen Schwangerschaften bei gleichzeitig mehr Magen-Darm-Beschwerden.
Ja, die Ergebnisse deuten darauf hin, dass der Body-Mass-Index (BMI) einen starken Einfluss hat. Bei adipösen Frauen zeigte Metformin im Vergleich zu Clomifen schlechtere Raten für Lebendgeburten und Schwangerschaften.
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Quelle: Cochrane Review: Metformin for ovulation induction (excluding gonadotrophins) in women with polycystic ovary syndrome (Cochrane, 2019). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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