Osteoradionekrose: Prävention bei Kopf-Hals-Bestrahlung

Diese Leitlinie stammt aus 2019 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Cochrane (2019)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die Osteoradionekrose (ORN) des Kiefers ist eine der schwerwiegendsten oralen Komplikationen nach einer Strahlentherapie bei Kopf-Hals-Tumoren. Sie entsteht durch strahleninduzierte Gewebeschäden, die zu einer Nekrose des Knochengewebes und einer gestörten Wundheilung führen.

Häufig tritt die Erkrankung sekundär nach operativen Eingriffen in der Mundhöhle auf. Da eine etablierte ORN sehr schwer zu behandeln ist und die Lebensqualität erheblich einschränkt, sind präventive Maßnahmen von großer Bedeutung.

Dieser Artikel basiert auf einem Cochrane Review, der die Wirksamkeit verschiedener präventiver Interventionen bei erwachsenen Personen mit kurativer oder adjuvanter Strahlentherapie untersucht.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Der Cochrane Review weist darauf hin, dass die aktuelle Evidenz für präventive Maßnahmen wie PRP oder hyperbare Sauerstofftherapie bei der Osteoradionekrose sehr schwach ist. Es wird hervorgehoben, dass sich Behandler der methodischen Schwächen bisheriger Studien bewusst sein sollten, wenn klinische Entscheidungen zur ORN-Prophylaxe vor oder nach zahnärztlichen Eingriffen getroffen werden.

Häufig gestellte Fragen

Laut Cochrane Review ist die Evidenzlage für alle untersuchten Methoden sehr schwach. Lediglich für die hyperbare Sauerstofftherapie (HBO) nach Zahnextraktionen gab es Hinweise auf eine Reduktion der ORN im Vergleich zu Antibiotika.

Der Review fand keine Evidenz dafür, dass PRP in den Extraktionsalveolen die Entstehung einer Osteoradionekrose reduziert. Die Sicherheit dieser Evidenz wird als sehr niedrig eingestuft.

In der untersuchten Literatur zeigte die Kombination aus hyperbarer Sauerstofftherapie und Antibiotika vor einer Implantatinsertion keinen Unterschied im Vergleich zur alleinigen Antibiotikagabe.

Eine Studie verglich Fluorid-Gel mit hochdosierter Fluorid-Zahnpasta zur Kariesprävention nach Strahlentherapie. Da in beiden Gruppen keine Fälle von Osteoradionekrose auftraten, konnte kein Unterschied bezüglich der ORN-Prävention festgestellt werden.

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Quelle: Cochrane Review: Interventions for preventing osteoradionecrosis of the jaws in adults receiving head and neck radiotherapy (Cochrane, 2019). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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