Pneumonieprophylaxe (NHAP): Mundpflege-Empfehlungen

Diese Leitlinie stammt aus 2022 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Cochrane (2022)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die in Pflegeheimen erworbene Lungenentzündung (Nursing Home-Acquired Pneumonia, NHAP) ist eine der häufigsten und tödlichsten Infektionen bei Heimbewohnern. Sie wird stark mit einer schlechten Mundhygiene und der Aspiration oropharyngealer Flora in Verbindung gebracht.

Ein aktueller Cochrane Review (2022) untersuchte, ob Mundpflegemaßnahmen das Risiko für eine NHAP senken können. Die Meta-Analyse schloss sechs randomisierte kontrollierte Studien (RCTs) mit insgesamt 6244 Teilnehmenden ein.

Verglichen wurde die professionelle Mundpflege (durch zahnmedizinisches Fachpersonal oder geschulte Pflegekräfte) mit der üblichen, selbst durchgeführten Mundpflege. In keiner der Studien wurde die Mundpflege mit dem vollständigen Verzicht auf Mundpflege verglichen.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Obwohl die Evidenz zur reinen Inzidenzsenkung der NHAP durch professionelle Mundpflege unzureichend ist, deutet der Review auf eine mögliche Reduktion der Pneumonie-assoziierten Mortalität hin. Es wird in der Praxis darauf hingewiesen, dass auch einfache Mundpflegemaßnahmen sicher sind, da in den Studien keine schwerwiegenden unerwünschten Ereignisse dokumentiert wurden.

Häufig gestellte Fragen

Laut Meta-Analyse gibt es derzeit keine ausreichende Evidenz dafür, dass professionelle Mundpflege die Inzidenz einer Lungenentzündung im Vergleich zur üblichen Pflege signifikant senkt. Die Datenlage wird aufgrund methodischer Einschränkungen als niedrig eingestuft.

Der Review zeigt Hinweise von niedriger Vertrauenswürdigkeit, dass eine professionelle Mundpflege die Pneumonie-assoziierte Mortalität nach 24 Monaten reduzieren kann. Auf die Gesamtmortalität konnte jedoch kein signifikanter Einfluss nachgewiesen werden.

In den untersuchten Studien wurden keine schwerwiegenden unerwünschten Ereignisse berichtet. Zu den leichten Nebenwirkungen zählten gelegentliche Zahnverfärbungen und unspezifische Beschwerden in der Mundhöhle.

Professionelle Mundpflege umfasst Maßnahmen wie Zähneputzen, Zahnfleisch- und Prothesenreinigung sowie Mundspülungen. Diese werden durch zahnmedizinisches Fachpersonal oder speziell geschulte Pflegekräfte angeleitet oder direkt durchgeführt.

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Quelle: Cochrane Review: Oral care measures for preventing nursing home-acquired pneumonia (Cochrane, 2022). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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