iCCM bei Kindern: Mortalität und Inanspruchnahme

Diese Leitlinie stammt aus 2021 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Cochrane (2021)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Infektionskrankheiten wie Pneumonie, Diarrhö, Malaria und neonatale Sepsis gehören weltweit zu den führenden Todesursachen bei Kindern unter fünf Jahren. Besonders betroffen sind Regionen in Subsahara-Afrika und Südasien.

Um die medizinische Versorgung zu verbessern, wurde das Konzept des integrierten Fallmanagements in der Gemeinde (integrated community case management, iCCM) entwickelt. Dieses zielt darauf ab, die Behandlung durch geschulte Laienhelfer näher an den Wohnort der Familien zu bringen.

Der vorliegende Cochrane Review aus dem Jahr 2021 untersucht die Effekte von iCCM auf die Behandlungsabdeckung, die Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen und die Mortalität in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen.

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💡Praxis-Tipp

Obwohl iCCM die Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen signifikant steigert, zeigt sich laut Review kein direkter Effekt auf die Mortalität. Es wird darauf hingewiesen, dass für einen nachhaltigen Erfolg das gesamte Gesundheitssystem gestärkt und die Laienhelfer besser integriert werden müssen.

Häufig gestellte Fragen

iCCM steht für "integrated community case management". Es handelt sich um einen Ansatz, bei dem geschulte Laienhelfer die Behandlung von mindestens zwei häufigen Kinderkrankheiten wie Malaria oder Diarrhö außerhalb von Gesundheitseinrichtungen übernehmen.

Laut dem Cochrane Review ist der Effekt von iCCM auf die Säuglings- und Kindersterblichkeit ungewiss. Die Evidenz für diese Endpunkte wird als sehr niedrig eingestuft.

Der Review zeigt, dass iCCM die Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen bei einem geeigneten Anbieter wahrscheinlich um 68 % erhöht. Dies gilt im Vergleich zu einer reinen Versorgung in Gesundheitseinrichtungen.

Das Konzept umfasst typischerweise die Behandlung von mindestens zwei der häufigsten lebensbedrohlichen Erkrankungen bei Kindern unter fünf Jahren. Dazu zählen laut Review Pneumonie, Diarrhö, Malaria, schwere akute Mangelernährung und neonatale Sepsis.

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Quelle: Cochrane Review: Integrated community case management of childhood illness in low- and middle-income countries (Cochrane, 2021). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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