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Tagesbetreuung zur Ertrinkungsprävention: Cochrane Review

Diese Leitlinie stammt aus 2021 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Cochrane (2021)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Ertrinken ist weltweit die Ursache für schätzungsweise 320.000 Todesfälle pro Jahr. Mehr als 90 Prozent dieser Todesfälle ereignen sich in Ländern mit niedrigem bis mittlerem Einkommensniveau (LMICs).

Besonders gefährdet sind Kinder im Alter von einem bis vier Jahren in ländlichen Gebieten. Etwa 75 Prozent der Ertrinkungsunfälle in dieser Altersgruppe passieren in natürlichen Gewässern in unmittelbarer Nähe des Wohnorts.

Eine fehlende oder unzureichende Beaufsichtigung gilt als wesentlicher Risikofaktor für diese Unfälle. Formell organisierte Tagesbetreuungsprogramme bieten eine Möglichkeit, eine kontinuierliche Aufsicht zu gewährleisten und Kinder vor dem Ertrinken zu schützen.

Empfehlungen

Der aktuelle Cochrane Review untersucht die Effekte von Tagesbetreuungsprogrammen auf die ertrinkungsbedingte Sterblichkeit bei Kindern unter sechs Jahren.

Wirksamkeit von kombinierten Programmen

Die Evidenz zeigt, dass ein formelles Tagesbetreuungsprogramm in Kombination mit weiteren Maßnahmen das Risiko eines Todes durch Ertrinken wahrscheinlich signifikant senkt (moderate Vertrauenswürdigkeit der Evidenz). Zu diesen zusätzlichen Komponenten zählen:

  • Aufklärung der Eltern

  • Bereitstellung von Laufställen für die Zeit außerhalb der Betreuung

  • Bildungsangebote auf Gemeindeebene

Vergleich der Interventionen

Die Übersichtsarbeit vergleicht verschiedene Präventionsstrategien und bewertet deren Einfluss auf die Ertrinkungsrate. Es wird folgende Evidenzlage beschrieben:

InterventionVergleichsgruppeEffekt auf ErtrinkungsmortalitätVertrauenswürdigkeit (GRADE)
Tagesbetreuung + ZusatzmaßnahmenKeine InterventionWahrscheinliche Risikoreduktion (HR 0,18)Moderat
Nur TagesbetreuungNur LaufställeUnsicherer Effekt (RR 0,25)Sehr niedrig
Tagesbetreuung + LaufställeNur LaufställeUnsicherer Effekt (RR 0,06)Sehr niedrig

Kosteneffektivität und Limitationen

Die Implementierung eines kombinierten Tagesbetreuungsprogramms wird als kosteneffektiv bewertet. Die Kosten belaufen sich auf 812 US-Dollar pro vermiedenem behinderungsbereinigten Lebensjahr (DALY).

Die Autoren betonen jedoch, dass die aktuelle Evidenzlage quantitativ und qualitativ begrenzt ist. Die Ergebnisse stammen ausschließlich aus ländlichen Gebieten in Bangladesch mit einer sehr hohen Inzidenz an Ertrinkungsunfällen.

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💡Praxis-Tipp

Bei der Planung von Präventionsstrategien in Hochrisikogebieten wird der Einsatz von Tagesbetreuungsprogrammen als vielversprechender Ansatz beschrieben. Der Review hebt hervor, dass isolierte Betreuungsangebote weniger gut untersucht sind als multimodale Programme, die zusätzlich auf Elternbildung und gemeindebasierte Aufklärung setzen.

Häufig gestellte Fragen

Laut den Hintergrunddaten des Reviews weisen Kinder im Alter von einem bis vier Jahren die höchsten Ertrinkungsraten auf. Dies betrifft insbesondere ländliche Regionen in Ländern mit niedrigem bis mittlerem Einkommensniveau.

Ein kombiniertes Tagesbetreuungsprogramm reduziert das Risiko eines Todes durch Ertrinken im Vergleich zu keiner Intervention deutlich. Die Evidenz zeigt eine Reduktion von 77 auf 14 Todesfälle pro 100.000 Kinder.

Der Cochrane Review beschreibt multimodale Programme als besonders wirksam. Diese umfassen neben der eigentlichen Tagesbetreuung auch Elternbildung, gemeindebasierte Aktivitäten und die Bereitstellung von Laufställen.

Die Übersichtsarbeit bewertet die Evidenz zum direkten Vergleich zwischen Tagesbetreuung und der alleinigen Bereitstellung von Laufställen als sehr niedrig. Daher bleibt der isolierte Effekt von Laufställen im Vergleich zu Betreuungsprogrammen unsicher.

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Quelle: Cochrane Review: Day care as a strategy for drowning prevention in children under 6 years of age in low- and middle-income countries (Cochrane, 2021). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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