mHealth: Kommunikation zur Mütter- & Kindergesundheit

Diese Leitlinie stammt aus 2020 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Cochrane (2020)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die globale Krankheitslast durch mangelnde Gesundheit von Müttern, Neugeborenen und Kindern (MNCH) ist erheblich. Gezielte Klientenkommunikation (Targeted Client Communication, TCC) über mobile Endgeräte bietet eine potenzielle Strategie, um gesundheitsförderndes Verhalten und die Inanspruchnahme von Gesundheitsdiensten zu verbessern.

Unter TCC via Mobilgerät versteht man den Versand spezifischer Gesundheitsinformationen oder Erinnerungen an definierte Personengruppen. Dies geschieht meist in Form von Textnachrichten (SMS) oder automatisierten Anrufen, die auf den Gesundheitszustand oder das Stadium der Schwangerschaft zugeschnitten sind.

Der vorliegende Cochrane Review untersucht die Auswirkungen solcher Interventionen auf drei Zielgruppen. Dazu gehören schwangere Frauen und Mütter im Wochenbett, schwangere und entbundene Frauen mit HIV-Infektion sowie Eltern von Kindern unter fünf Jahren.

Vollständige Empfehlungen in der Originalleitlinie lesen
ClariMed durchsucht 14.000+ weitere Leitlinien
Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Der Review warnt davor, dass Interventionen über Mobilgeräte bei sensiblen Themen wie einer HIV-Infektion unbeabsichtigte Schäden verursachen können, wenn der Datenschutz nicht gewährleistet ist. Es wird betont, dass geteilte oder von Partnern kontrollierte Telefone das Risiko für Stigmatisierung oder häusliche Gewalt erhöhen können. Daher wird nahegelegt, HIV-positive Frauen eher in allgemeine Schwangerschafts-Verteiler aufzunehmen, anstatt sie isoliert aufgrund ihres Status anzuschreiben.

Häufig gestellte Fragen

Laut dem Cochrane Review können gezielte Textnachrichten an Eltern die Wahrnehmung von Impfterminen für Kinder unter fünf Jahren moderat steigern. Die Effekte variieren jedoch je nach Studie und regionalen Gegebenheiten.

Der Review zeigt, dass mobile Nachrichten die Inanspruchnahme der Schwangerschaftsvorsorge und die Rate des ausschließlichen Stillens in bestimmten Regionen erhöhen können. Die Evidenzqualität für diese Effekte wird jedoch als niedrig eingestuft.

Die Evidenz zeigt nur minimale bis keine Effekte auf die Medikamentenadhärenz bei HIV-positiven Schwangeren. Der Review mahnt zudem zur Vorsicht, da Textnachrichten zum HIV-Status bei mangelndem Datenschutz zu Stigmatisierung führen können.

Die meisten im Review eingeschlossenen Interventionen nutzten einfache Textnachrichten (SMS) zur Kommunikation. Einige wenige Studien untersuchten auch automatisierte oder persönliche Sprachanrufe.

War diese Zusammenfassung hilfreich?

Quelle: Cochrane Review: Targeted client communication via mobile devices for improving maternal, neonatal, and child health (Cochrane, 2020). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

Verwandte Leitlinien

Über Google hier gelandet?

ClariMed durchsucht alle medizinischen Leitlinien

AWMF, NVL, NICE, WHO, ESC, KDIGO - Quellenzitiert, kostenlos. Speichern Sie Ihren Verlauf auf allen Geräten mit einem kostenlosen Konto.

Kostenloses Konto erstellen
Keine Kreditkarte. DSGVO-konform. In Deutschland gehostet.